„Die weltweit leistungsstärksten STATCOM-Anlagen ermöglichen uns, Blindleistung flexibel und effizient bereitzustellen,“ sagt Hendrik Neumann, Chief Technical Officer der Amprion GmbH. Im Symbolbild zu sehen sind Mitarbeiter von Amprion bei der Begehung von Anlagen.

„Die weltweit leistungsstärksten STATCOM-Anlagen ermöglichen uns, Blindleistung flexibel und effizient bereitzustellen,“ sagt Hendrik Neumann, Chief Technical Officer der Amprion GmbH. Im Symbolbild zu sehen sind Mitarbeiter von Amprion bei der Begehung von Anlagen.

Bild: © Amprion/Haslauer

Der Energiekonzern RWE steht womöglich vor einem Verkauf seiner Beteiligung am Netzbetreiber Amprion. RWE wende sich an mögliche Käufer für seinen Minderheitsanteil an Amprion, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.

Demnach könnte die Beteiligung rund 2 Milliarden Euro wert und für Infrastruktur- und Pensionsfonds interessant sein. Die Abwägungen seien im Gange, RWE könne seine Pläne daher noch ändern.

An der Börse gab die RWE-Aktie im Dax zuletzt ein halbes Prozent nach. Im laufenden Jahr hat das Papier bereits ein Viertel an Wert verloren. Damit kommt RWE noch auf einen Börsenwert von rund 23 Milliarden Euro.

"Wie bereits bekannt, prüfen wir angesichts des hohen Kapitalbedarfs für den Netzausbau aktiv verschiedene Optionen und Finanzierungsmöglichkeiten", kommentierte ein RWE-Sprecher die Meldung gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Beim Thema Kapitalallokation diskutiert RWE bereits längere Zeit über Amprion.

Der Netzbetreiber sei zwar sehr leistungsfähig, aber mit einem großen Investitionsbedarf verbunden, hatte RWE-Finanzchef Michael Müller im Mai gesagt.

Amprion ist in Deutschland einer von vier Übertragungsnetzbetreibern für große Stromtrassen. RWE hält 25,1 Prozent, der Rest gehört der Beteiligungsgesellschaft M31, zu der unter anderem Pensionskassen und Versicherer wie Talanx gehören.

Bewegung bei den großen Vier

Die hohen Investitionskosten beschäftigen auch die anderen drei Übertragungsnetzbetreiber. Nach dem gescheiterten Verkauf ihres deutschen Netzes an den deutschen Staat, teilte sich Tennet in eine niederländische und deutsche Tochtergesellschaft auf. So will das Unternehmen attraktiver für private Kapitalgeber werden.

Nicht zuletzt ist die sogenannte "Netz-AG", also ein Zusammenschluss aller vier Übertragungsnetzbetreiber, wieder durch den Think Tank "Dezernat Zukunft" ins Gespräch gebracht. Wenn der deutsche Staat die Mehrheit an den vier Unternehmen kaufen würde, könnte er bis 2080 rund 100 Milliarden Euro sparen, heißt es in der Veröffentlichung. (pfa mit dpa)

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