Die Leag verzeichnete im vergangenen Jahr einen rückläufigen Stromverbrauch. Entsprechend ging auch die Kohleförderung um 25 Prozent zurück.

Die Leag verzeichnete im vergangenen Jahr einen rückläufigen Stromverbrauch. Entsprechend ging auch die Kohleförderung um 25 Prozent zurück.

Bild: © Leag

Wegen des sinkenden Stromverbrauchs in der Corona-Pandemie plant das Energieunternehmen Leag, einen Teil seiner Mitarbeiter vorübergehend in die Kurzarbeit zu schicken. Das teilte eine Unternehmenssprecherin am Mittwoch auf Nachfrage mit. Ihren Angaben zufolge verzeichnete die Leag in den vergangenen 12 Monaten eine bis zu 25 Prozent geringere Kohleförderung.

Mit Blick auf die bisherige Entwicklung der Pandemie werde nicht mit einer kurzfristigen Erholung der Stromnachfrage gerechnet. Das Unternehmen geht davon aus, dass sich der Bedarf an Rohbraunkohle spätestens im Herbst wieder stabilisieren wird. Zuvor hatte der rbb über das Thema berichtet.

 

Sozialverträgliche Abfederung

Betroffen sind vor allem Mitarbeiter im Tagebaubetrieb Jänschwalde (Spree-Neiße). Aus organisatorischen und technischen Gründen solle an diesem Standort die Förderleistung verringert werden, wie es hieß. Eine kleinere Mannschaftsbesetzung sorge weiterhin für die geotechnische Sicherheit. Die Einschnitte für die Mitarbeiter werden dem Unternehmen zufolge durch den Tarifvertrag sozialverträglich abgefedert. Kraftwerksmitarbeiter seien nicht von der Kurzarbeit betroffen.

Im Moment wartet die Leag nach eigenen Angaben noch auf die Zustimmung der Agentur für Arbeit für die Maßnahme. Wann die Kurzarbeit wieder beendet werden könne, lasse sich aktuell noch nicht sagen. Das hänge von der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung und der Stromnachfrage im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ab. (dpa/hoe)

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