Die Sanierung der Abwasserkanäle muss zum Teil händisch vorgenommen werden.

Die Sanierung der Abwasserkanäle muss zum Teil händisch vorgenommen werden.

Bild: © Leipziger Gruppe

Die Leipziger Wasserwerke stehen wie viele Wasserversorger vor großen Herausforderungen. Dazu zählt in erster Linie die Ertüchtigung der Infrastruktur in einer wachsenden Region für die Zukunft. Das Unternehmen plant deshalb für 2021 in Leipzig und der Region Maßnahmen und Projekte mit einem Umfang von 82,7 Mio. Euro. Das sind 18 Prozent mehr als im Vorjahr.

Seit 2015 steigen die jährlichen Investitionen von damals 45 Mio. Euro und werden in den nächsten Jahren 100 Mio. Euro erreichen. „Ende der 2020er-Jahre bis zu den 2030er-Jahren wird sich diese Kurve wieder abflachen“, sagte Ulrich Meyer, Technischer Geschäftsführer der Leipziger Wasserwerke, bei einem Pressegespräch.

Mehrere hundert Projekte

Das Gros des Investitionsbudgets fließt in diesem Jahr mit allein rund 61,5 Mio. Euro in die Leitungs- und Kanalnetze. Mehrere hundert Projekte werden durchgeführt. Schwerpunkte bilden Arbeiten an den Trinkwasser-Hauptversorgungsleitungen, die Modellierung des Trinkwassernetzes und die Fortsetzung des 2016 begonnenen Kanalsanierungsprogramms.

"Wir streben in diesem Jahr 33 Kanalkilometer an, die wir mit verschiedensten Techniken sanieren wollen", sagt Mathias Wiemann, Leiter des Unternehmensbereiches Netze. "Es war ein enormer interner Aufwand, das Programm in den ersten Jahren hinsichtlich Koordinierung, Abläufen und Technik zum Laufen zu bringen. Jetzt kommen wir in eine gute Routine.“

Neue Brunnen

15,3 Mio. Euro der Investitionsausgaben sind für die Wasser- und Klärwerke vorgesehen. Größere Schwerpunkte sind Arbeiten am Wasserwerk Naunhof 1, wo der seit 2017 andauernde Ersatzbau von 36 Brunnen sowie die Auswechslung der Rohwasserleitungen zum Wasserwerk fortgesetzt werden. In diesem Jahr stehen der Bau von 13 Brunnen sowie 1650 Meter Leitungsmeter auf dem Plan.

Parallel zu der klassischen Ertüchtigung der Infrastruktur erstellen die Leipziger Wasserwerke einen digitalen Zwilling ihres 3600 Kilometer umfassenden Trinkwassernetzes. Ziel ist es, den Betrieb strukturierter und planbarer durchzuführen. Dazu gehört auch der eventuell notwendige Netzausbau in einer wachsenden Stadt.

Geplante Spülmaßnahmen

Außerdem sollen beispielsweise Simulationen angestellt werden, wie das Netz bei der Havarie einer großen Leitung am besten gesteuert werden kann. Spülprogramme können nun mit einem Wechsel von sporadischen zu geplanten Maßnahmen gezielter gefahren werden. (hp)

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