Die Übernahme von Kundenportfolien befeuert das Wachstum des bundesweiten Strom- und Gasanbieters Lekker Energie. Im vergangenen Geschäftsjahr stieg die Zahl der Haushaltskunden in Belieferung um 25.000 auf rund 351.000. Der Netto-Umsatzerlös erhöhte sich auf rund 256,3 Mio. Euro. Er kletterte damit um 17,8 Mio. Euro nach oben, wie das Tochterunternehmen der Stadtwerke Krefeld bei ihrer Jahresbilanzpressekonferenz bekannt gab. Auch die Stadtwerke Krefeld haben am Montag ihre Jahresbilanz vorgestellt.
Ein wesentlicher Wachstumseffekt wurde durch die Übernahme der rund 12.000 Kunden des Stadtwerke Energie Verbundes (SEV) im Frühjahr 2019 erzielt. Trotz der Übernahme konnte das Ergebnis nach Steuern mit 7,2 Mio. Euro stabil gehalten werden (2018: 7,1 Mio.). Seit dem 1.1.2020 beliefert Lekker rund 9.000 Strom- und Gaskunden der Westfalen AG, die Ende Dezember 2019 übernommen wurden.
Heizgasabsatz übersteigt erstmalig Stromabsatz
Einen besonders starken Beitrag lieferte wie schon in den vergangenen zwei Jahren der Absatz von Heizgas, der erstmals höher liegt als der Stromabsatz. Gründe sind der Anstieg des Durchschnittsverbrauchs im Kundenportfolio und das besonders starke Kundenwachstum in diesem Segment. Der Gasabsatz stieg auf 926 GWH (2018: 746 GWH). Der Stromabsatz blieb mit 881 GWH auf dem Vorjahresniveau (2018: 880 GWH).
Lekker schreibt seit 2014 positive Ergebnisse. Josef Thomas Sepp, Sprecher der Geschäftsführung von Lekker, führt dies auf folgende "Erfolgsfaktoren zurück": "Exzellenz in Vertrieb und Kundenservice sowie Effizienz in der IT-Infrastruktur. Zum anderen ist anorganisches Wachstum Bestandteil unserer Wachstumsstrategie." Dabei profitiere das Unternehmen von der Konsolidierung im Energiemarkt, in der Lekker vermehrt Kundenportfolien zum Kauf angeboten werden.
Corona wirkt sich wenig auf das Unternehmen aus
Bezüglich der Corona-Pandemie, antwortete ein Unternehmenssprecher auf ZfK-Nachfrage: "Wir haben auf Unternehmensseite kaum Auswirkungen der Corona-Pandemie gespürt. Die allermeisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnten mobil von zu Hause aus Arbeiten. Auf Kundenseite haben sich nur ganz wenige Verbraucher wegen Zahlungsschwierigkeiten bei uns gemeldet. Für diese haben wir individuelle Lösungen gefunden, in dem wir beispielsweise die monatlichen Abschläge angepasst haben." (gun)



