Mainova-Chef Constantin Alsheimer hat bei der Hauptversammlung des Regionalversorgers seine Kritik am Eon-/RWE-Deal erneuert. Die Mainova klagt gegen diese Transaktion gemeinsam mit anderen Kommunalversorgern vor dem Europäischen Gericht.
"Fairer Wettbewerb wird konterkariert"
„Mit dem RWE-Eon-Deal entsteht ein anorganisch gewachsenes Oligopol aus nationalen Champions mit marktdominanter Stellung. Dadurch wird der faire Wettbewerb konterkariert – verbunden mit erheblichen Nachteilen für die lokalen und regionalen Energieversorger und den Verbraucher“, betonte Alsheimer.
"CO2-Zertifikatehandel ist ordnungspolitisch richtiges Instrument"
Ausdrücklich positiv hob er in seinem Ausblick die Einführung des nationalen CO2-Zertifikatehandels hervor. Zwar hätte man eine europäisch einheitliche Regelung präferiert, aber letztendlich handle es sich um ein „wettbewerbsorientiertes und ordnungspolitisch richtiges Instrument“. Dennoch könnte Deutschland bei der Minderung von Treibhausgasen bereits deutlich weiter sein.
„Wir begrüßen daher, dass heute zur Bewältigung der Energiewende ein sehr viel höheres Maß an Offenheit für sämtliche Technologien auf politischer Seite zu spüren ist“, so Alsheimer weiter. Gerade im Bereich von Wasserstoff würden auch Anstrengungen unternommen, diesen als nützliches Element der Energiewende zu befördern. Seine Energiedichte prädestiniere Wasserstoff dabei für zahlreiche Einsatzbereiche.
Vorsichtiger operativer Ausblick
Das Geschäftsjahr 2020 hatte die Mainova mit einem bereinigten Ergebnis (EBT) von rund 160 Mio. Euro abgeschlossen. Insgesamt blickt der Vorstand der Mainova positiv nach vorn, plant aber auch vor dem Hintergrund der nicht absehbaren Auswirkungen der Covid-19-Pandemie für das laufende Geschäftsjahr mit einem bereinigten EBT, das unter dem Niveau des Vorjahres liegt. (hoe)
