Trotz Corona-Krise hat Mainova im abgelaufenen Jahr einen kräftigen Gewinn eingefahren. Der Frankfurter Regionalversorger schraubte sein bereinigtes Ergebnis (EBT) um mehr als 20 Prozent auf insgesamt 160 Millionen Euro hoch.
Dabei hat das Unternehmen die Auswirkungen der Pandemie deutlich zu spüren bekommen, wie Vorstandsvorsitzender Constantin Alsheimer auf der Bilanzpressekonferenz darlegte. Er bezifferte die coronabedingten Belastungen auf rund 25 Millionen Euro. Demnach sank das Ergebnis in der Stromversorgung um ein Drittel auf 6,3 Millionen Euro. Insgesamt ging der Absatz bei Geschäfts- und Privatkunden um etwa fünf Prozent zurück.
Gewinnbringer Irsching
Auch bei der Gasversorgung stand am Ende ein Ergebnisrückgang von mehr als zehn Prozent auf insgesamt 40,4 Prozent. Dies führt das Unternehmen auf die wärmeres Wetter sowie Kostensteigerungen im Netzgeschäft zurück.
Positiv entwickelte sich dagegen neben dem Geschäftsfeld Erneuerbare Energien auch das Segment Erzeugung und Fernwärme. Dort verdoppelte sich das Ergebnis auf knapp 56 Millionen Euro. Einer der Hauptgründe dafür: die erneute Inbetriebnahme des Gaskraftwerks Irsching, an dem Mainova zu knapp 16 Prozent beteiligt ist. (Die ZfK berichtete.) Das Plus speist sich aus der damit verbundenen Neubewertung der Gaskraftwerke. "Die veränderten Marktbedingungen stimmen uns optimistisch, dass ein wirtschaftlicher Betrieb künftig wieder möglich ist", sagte Alsheimer.
Verkauf der Gas-Union-Anteile
Und noch ein zweiter Sondereffekt spülte ordentlich Geld in die Mainova-Kasse: der Verkauf der Gas-Union an den Energiekonzern VNG. (Die ZfK berichtete.) Die Frankfurter hatten gut ein Drittel der Anteile am hessischen Gasversorgungsunternehmen gehalten.
Für das laufende Geschäftsjahr plant Mainova Investitionen in Höhe von 195 Millionen Euro. Bis 2025 will das Unternehmen vor allem in den Netzausbau, die sichere Versorgung, die Digitalisierung und eine umweltschonenende Erzeugung investieren.
142 Mio. Euro an Stadt Frankfurt
Auf eine Gewinnprognose legte sich Mainova nicht fest. Nur so viel: Der Vorstand erwartet ein bereinigtes Ergebnis, das deutlich unter den 160 Millionen Euro des abgelaufenen Jahres liegt.
Die Mainova gehört zu 75,2 Prozent den Stadtwerken Frankfurt am Main. 142 Millionen Euro führte das Unternehmen an die hessische Stadt ab. Außerdem ist die Thüga mit 24,5 Prozent am Unternehmen beteiligt. Die restlichen 0,3 Prozent sind Streubesitz. (ab)



