Die Stadtwerke München unterstützen einkommensschwache Haushalte in der Energiekrise über einen eigenen Wärmefonds. Im ersten Monat seines Bestehens wurden bereits eine Millionen Euro bewilligt. Das entspricht über 1000 Anträgen, die positiv beschieden wurden.
„Die ausgezahlte Unterstützung kommt bisher rund 2.500 Münchner*innen zugute: Von der ersten Million profitieren insbesondere Familien mit Kindern und Jugendlichen sowie Senior*innen“, erklärte Münchens Sozialreferentin Dorothee Schiwy.
Die Entscheidung über die Vergabe sowie die Auszahlungen übernehmen das Sozialreferat und die Münchner Wohlfahrtsverbände. „Durch die Verankerung unserer Einrichtungen in den verschiedenen Stadtteilen konnten wir viele Betroffene direkt ansprechen. Vom ersten Tag an ist der Wärmefonds gut nachgefragt“, sagt Julia Sterzer, Sprecherin der Träger der Freien Wohlfahrt. Besonders freue sie, dass man vielen Familien mit knapp 1.000 Kindern und Jugendlichen unter 20 Jahren habe helfen können.
Viele Nachfragen auf der Energie-Hotline
Auf der Webseite www.waermefonds.de haben sich laut Pressemitteilung schon mehr als 15.500 Besucher*innen über das Angebot informiert. Und auch die Energie-Hotline der Diakonie München und Oberbayern werde rege für Nachfragen genutzt.
Der Wärmefonds richtet sich explizit an Münchner*innen, die keine Leistungen vom Jobcenter oder dem Sozialbürgerhaus erhalten, aber ebenfalls nur über ein geringes Einkommen verfügen. Diese können Mittel aus dem Wärmefonds in Form einer Pauschale erhalten.
Der Kapitalstock ist mit 20 Mio. Euro ausgestattet. Das Geld stammt aus den ungeplant hohen Gewinnen, die die SWM im vergangenen Jahr aufgrund der Explosion der Großhandelspreise mit ihren Windparks erzielen konnten. (hoe)



