Der Mannheimer Energiekonzern MVV hat sein operatives Ergebnis (Adjusted Ebit) in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 223 Millionen Euro gesteigert. Das entspricht einem Plus von 16 Prozent.
Auch der Umsatz ging um vier Prozent nach oben. Er betrug etwa 2,1 Milliarden Euro, wie die MVV mitteilte.
Müller: Kurs Klimaneutralität trägt Früchte
Konzernchef Georg Müller zufolge trägt der Kurs Klimaneutralität der Unternehmensgruppe damit "zunehmend auch wirtschaftlich Früchte". Die Halbjahreszahlen beziehen sich auf den Zeitraum 1. Oktober 2020 bis 31. März 2021.
Laut Müller hat sich der Konzern in allen operativen Segmenten verbessert. Hervorgehoben wird der Beitrag des 2019 in Betrieb gegangenen Kieler Gasheizkraftwerks sowie das Projektentwicklungsgeschäft im Bereich der erneuerbaren Energien.
Schub bei Entwicklung von Solar- und Windanlagen
In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahrs sei die Entwicklung von Solar- und Windanlagen mit einer Gesamtleistung von 263 MW abgeschlossen worden. Das seien 74 Prozent mehr gewesen als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Die Leistung der erneuerbaren Anlagen, bei der die Unternehmensgruppe die Betriebsführung übernommen habe, sei um neun Prozent auf insgesamt 3,76 GW gestiegen.
MVV hebt Ausblick an
Angesichts der guten Zahlen hebt die MVV ihren Ausblick für das gesamte Geschäftsjahr 2021 an. Sie geht nun von einem deutlichen Anstieg des operativen Ergebnisses (2020: 233 Mio. Euro) und einer moderaten Steigerung des Umsatzes (2020: 3,5 Mrd. Euro) aus, sofern es nicht noch zu coronabedingten Rückschlägen kommen sollte.
Gestiegen ist auch die Mitarbeiterzahl der Unternehmensgruppe in den vergangenen zwölf Monaten, nämlich um etwa 150 auf mehr als 6300 Beschäftigte.
"Mehr grüner Strom, mehr grüne Wärme"
Von der Politik fordert Müller, den Ausbau der erneuerbaren Energien deutlich zu forcieren. "Mehr grüner Strom, mehr grüne Wärme", gibt er als Devise aus. (ab)



