Der Mannheimer Energiekonzern MVV bündelt sein Erneuerbaren-Geschäft. Wie das Unternehmen der ZfK bestätigte, sollen die zwei Töchter Juwi und Windwärts Energie künftig zu einer Gesellschaft verschmelzen.
Anfang Juni soll die Fusion voraussichtlich vollzogen sein. Das neue Unternehmen soll ebenso Juwi heißen.
Seit 2014 in MVV-Gruppe
Windwärts ist seit 1994 im Erneuerbaren-Geschäft aktiv. 2014 meldete es Insolvenz an. In der Folge wurde das Unternehmen mit Sitz in Hannover von der MVV-Gruppe übernommen. Laut eigener Website hat es mittlerweile mehr als 200 Windturbinen und Photovoltaik-Anlagen errichtet. Zuletzt beschäftigte Windwärts nach eigenen Angaben etwa 100 Mitarbeiter.
Juwi ging 1996 an den Markt. Es gehört seit Ende 2014 zur MVV-Gruppe. Nach eigenen Angaben beschäftigt das Unternehmen mit Sitz in Wörrstadt bei Mainz weltweit rund 850 Mitarbeitern.
Wörrstadt als künftiger Firmensitz
Juwi gilt als einer der führenden Unternehmen Deutschlands in den Bereichen Projektentwicklung, Betriebsführung im Bereich Wind an Land, Photovoltaik-Freifläche und Speicher. Dieses Portfolio will die neue Gesellschaft perspektivisch um neue Geschäftsfelder wie Service und Wartung für Speichersysteme oder die Produktion von grünem Wasserstoff ausweiten. Auch das internationale Geschäft soll weiter ausgebaut werden.
Der künftige Firmensitz soll in Wörrstadt sein. Der Standort Hannover bleibe jedoch vor allem für das Geschäft in Norddeutschland ebenfalls von zentraler Bedeutung, teilt eine MVV-Sprecherin mit. Zudem blieben die regionalen Präsenzen erhalten.
Juwi-Vorstand unverändert
Der Vorstand der Juwi soll unverändert bestehen bleiben. Ihm würden weiterhin Carsten Bovenschen als Vorstandsvorsitzender sowie Christian Arnold und Stephan Hansen angehören, heißt es. In der neuen Gesellschaft soll zudem das Führungsteam von Windwärts weiter eine wichtige Rolle spielen. Welche Funktion sie genau übernehmen werden, wurde nicht genannt.
Personell soll die neue Gesellschaft weiter wachsen. "Für die Transformation des Energiesystems und den zunehmenden Ausbau der erneuerbaren Energien sowie die weitere Entwicklung grüner Technologien werden entsprechend qualifizierte Fachkräfte benötigt", teilt die MVV-Sprecherin mit. Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels werde weiterhin umfassend in die Gewinnung neuer Mitarbeiter sowie die Bindung und Weiterqualifizierung der bestehenden Mitarbeiter investiert. (aba)



