Der Mannheimer Energiekonzern MVV Energie erhält Zuwachs: Die MVV hat den in Erfurt ansässigen Anbieter von Energiedienstleistungen und Datenmanagement für Netzbetreiber, Lieferanten und Händler Endanet erworben. Das teilte das Unternehmen am Montag (12. August) in Mannheim gemeinsam mit den bisherigen Eigentümern, den Stadtwerken Erfurt und der Bremer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Göken, Pollak und Partner (GPP), mit. Die Übernahme durch die MVV-Tochtergesellschaft MVV Trading steht noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Prüfung.
Standort Erfurt bleibt bestehen
Ziel der Übernahme ist es, das Geschäftsmodell der Endanet durch ergänzende Dienstleistungen aus der MVV-Gruppe zu verbreitern. "Als umfassender und starker Partner für die Kunden wollen wir so weiteres Wachstum im Kerngeschäft ermöglichen", kündigte Stefan Sewckow, Geschäftsführer von MVV Trading an. Endanet sei ein gesundes Unternehmen, der Standort Erfurt werde bestehen bleiben, versicherte der kaufmännische Geschäftsführer der MVV Trading, Thies Langmaack. Der Energiedienstleister solle zukunftsorientiert und im Einklang mit der strategischen Ausrichtung der MVV Trading weiterentwickelt werden.
Endanet wurde im Jahr 2000 gegründet und erwirtschaftete zuletzt mit rund 20 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von knapp 160 Mio. Euro. Das Unternehmen erbringt umfassende Dienstleistungen im Bereich Energiedatenmanagement, Bilanzkreismanagement, Portfoliomanagement und Marktzugangslösungen. Aktuell hat das Unternehmen mehr als 40 Kunden im Segment der Stadtwerke und Energielieferanten.
Neue Impulse, neues Wachstum
Die bisherigen Eigentümer der Endanet erhoffen sich von dem Verkauf an die MVV Trading auch die nötigen Freiräume, um sich auf die bevorstehenden Herausforderungen bei der Weiterentwicklung der Kundenlösungen zu fokussieren. "Wir haben uns zur Veräußerung entschlossen, da wir uns künftig verstärkt auf unser Kerngeschäft als der Dienstleister für Erfurt konzentrieren wollen", bekräftigte Peter Zaiß, der Geschäftsführer der Stadtwerke Erfurt. Er sei überzeugt davon, dass mit dem neuen Eigentümer der Endanet, neue Impulse und neues Wachstum am Standort Erfurt möglich seien.
Ähnlich äußerte sich auch der Geschäftsführende Gesellschafter der GPP, Dieter Göken: "Mit dem Verkauf der Endanet-Beteiligung werden wir uns zukünftig auf unsere Kernkompetenzen in der Beratung und Prüfung von Ver- und Entsorgungsunternehmen konzentrieren." (hoe)



