Die neue Prozessdampfleitung wird in Betrieb genommen durch (von links) Stephan Grimm (MVV), Jürgen Waller (Roche), Helge Bauer (MVV)
und Klaus Zimmermann (Roche).

Die neue Prozessdampfleitung wird in Betrieb genommen durch (von links) Stephan Grimm (MVV), Jürgen Waller (Roche), Helge Bauer (MVV) und Klaus Zimmermann (Roche).

Bild: MVV Energie

Zweieinhalb Jahre dauerten die Arbeiten, mit der Inbetriebnahme einer neuen Dampfleitung zwischen dem Werk des Pharmaherstellers Roche in Mannheim-Waldhof und dem MVV-Heizkraftwerk auf der Friesenheimer Insel haben die beiden Unternehmen laut Pressemitteilung "ein neues Kapitel in ihrer langjährigen Energiepartnerschaft" aufgeschlagen. Durch den noch in diesem Jahr fertiggestellten Düker unter dem Altrhein wird MVV Roche künftig mit rund 105.000 MWh an Heißdampf beliefern. Roche setzt damit in der Produktion sowie der Gebäudeheizung und Kälteerzeugung weiterhin auf Wärme aus der thermischen Abfallverwertung. Die benötigte Menge entspricht in etwa dem Bedarf von 7.500 Haushalten. Zeitgleich bezieht Roche nur noch Strom, der zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien stammt. Dadurch steigert das Unternehmen seinen Anteil an regenerativ erzeugten Energien auf über 90 Prozent.

MVV: "Bringen Klimaschutz in der Region voran"

"Die zukunftsorientierte Partnerschaft zwischen Roche und MVV ist für beide Unternehmen ein wichtiger Meilenstein. Gleichzeitig bringt sie den Klimaschutz in der Region einen entscheidenden Schritt voran", betonte Hansjörg Roll, Vorstandsmitglied der MVV. Für den Mannheimer Roche-Standort, mit etwa 8.300 Mitarbeitern der drittgrößte des global agierenden Konzerns, bildet die Zusammenarbeit mit MVV nach eigenen Angaben ein wichtigen Wettbewerbsvorteil. "Wir reduzieren Emissionen – ein weiterer Beitrag zum Klimaschutz – und schaffen damit die Grundlagen für weiteres Wachstum", sagte Werkleiter Martin Haag.

Steigerung der Energieeffizienz

Und auch für MVV ist die Wärmelieferung mit einer verbesserten Energieausnutzung verbunden. MVV erzeugt auf der Friesenheimer Insel sowohl Prozessdampf für die benachbarte Industrie als auch Strom. Und zukünftig wird auch ein Teil der Fernwärme aus dieser erneuerbaren Quelle gespeist:
Rund 30 Prozent des jährlichen Wärmebedarfs in Mannheim und den an das regionale Fernwärmenetz angebundenen Kommunen – das Netz reicht bis Schwetzingen, Heidelberg und Speyer – kommen dann von der Friesenheimer Insel. (hoe)

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