Der Mannheimer Energiekonzern MVV will nach 2040 nicht nur klimaneutral sein, sondern klimapositiv. Heißt: Das Unternehmen will der Atmosphäre mehr Treibhausgase entziehen als ausstoßen.
Um dieses Ziel zu erreichen, stellte der Konzern auf einer Pressekonferenz sein "Mannheimer Modell" vor.
Verschärfte Wärmeziele
Als "vielleicht wichtigsten Schritt" nannte Konzernchef Georg Müller dabei die Wärmewende. Die MVV-Gruppe ist nach eigenen Angaben das drittgrößte Fernwärmeunternehmen Deutschlands. Neben der Metropolregion Rhein-Neckar versorgt sie über ihre Tochterunternehmen auch die Städte Kiel und Offenbach.
Bis spätestens 2030 will die MVV den Fernwärmebereich in Mannheim und der Region Rhein-Neckar vollständig auf grüne Energiequellen umstellen – und damit früher als bislang geplant. Das Unternehmen will dabei ein breites Portfolio nutzen, das auch Abwärme aus Abfallbehandlung und Biomasse sowie die Klärschlammverwertung umfasst.
Erneuerbaren-Ausbau
Insgesamt will die MVV bis 2026 ihr Portfolio an eigener Erneuerbaren-Kapazitäten im Vergleich zu 2016 verdoppeln. Das würde die Installation von 10 GW an Erzeugungsleistung auf Basis regenerativer Energien bedeuten.
"Das Ziel, eine Million Tonnen CO2-Emissionen netto einzusparen, haben wir bereits in diesem Jahr erreicht", sagte Müller. "Also fünf Jahre vor der ursprünglichen Frist."
Umgang mit Abfallbehandlungsanlagen
Langfristig will die MVV auch ihre Abfallbehandlungsanlagen durch CO2-Abscheidung dekarbonisieren und damit den Ausstoß von CO2 weiter senken. (aba)



