Steuern, Abgaben und Umlagen machen über 50 Prozent der Stromkosten aus.

Steuern, Abgaben und Umlagen machen über 50 Prozent der Stromkosten aus.

Bild: © Uwe Schlick/pixelio.de

Naturstrom führt einen Flex-Tarif ein. Dieser setzt auf eine kurzfristigere Beschaffung der Energiemengen und gibt die aktuellen Börsenstrompreise schneller an die Kund:innen weiter. Ein Smart-Meter wird für den variablen Tarif nicht benötigt, heißt es vom Ökostromanbieter aus Düsseldorf.

„Wir gehen mit dem Tarif neue Wege“, erklärt Kirsten Nölke, Vorständin von Naturstrom und ergänzt: „Jeden Monat ändert sich der Arbeitspreis und richtet sich dabei nach den aktuellen Preisen an der Strombörse. Denn diese bestimmen das allgemeine Marktniveau – auch für unsere Beschaffung direkt bei Ökostrom-Anlagenbetreibern.“

Monatliche Kosteninformation soll für Transparenz und Sicherheit sorgen 

Der Arbeitspreis des Naturstrom-Flex-Tarifs bildet sich auf Grundlage zweier Indizes an der Europäischen Energiebörse in Leipzig (EXX): Zu 88 Prozent soll der Grundlastindex „Phelix Baseload“ zugrunde gelegt werden, zu zwölf Prozent der Spitzenlastindex „Phelix Peak“. Um die eigenen Kosten im Energiehandel abzudecken, multipliziert der Versorger diese börseninduzierten Preisbestandteile mit dem Faktor 1,15.

„Bis zum 20. eines Monats informieren wir unsere Kund:innen über den Preis des Folgemonats und wie er sich zusammensetzt“, betont Nölke. „Sie können so schneller von sinkenden Großhandelspreisen profitieren, bewahren gleichzeitig aber ihre Planungssicherheit“, resümiert die Naturstrom-Chefin.

Preisbremse greift nach wie vor 

Sollten die Kosten doch einmal über 40 Cent pro kWh steigen, greife die gesetzliche Strompreisbremse, heißt es aus Düsseldorf. Für den Flex-Tarif ist kein Smart-Meter nötig, solang es sich um einen Haushaltsverbrauch von bis zu 10.000 kWh pro Jahr handelt. Der Vorteil eines intelligenten Zählers liegt jedoch in der automatischen Übermittlung der aktuellen Zählerstände, was eine präzise Monatsabrechnung erleichtert. (lm)

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