Die Fusion der Regionalversorger EWR aus Worms und E-RP aus Alzey ist auf der Zielgeraden, voraussichtlich Ende November werden die beiden Unternehmen zur neuen EWR AG verschmelzen. Bei der Entwicklung von neuen Geschäftsfeldern für den neuen starken und mehrheitlich kommunalen Versorger in Rheinhessen aber werden bereits jetzt schon einige Nägel mit Köpfen gemacht. So will sich das neue Unternehmen an Windparkausschreibungen in Rheinland-Pfalz und bundesweit beteiligen.
Neue Optionen bei Energiedienstleistungen
"Wir überlegen hierzu eine Projektierungsgesellschaft mit anderen Energieversorgern aus der Region zu gründen", kündigt Stephan Wilhelm, einer von drei Vorständen der neuen EWR AG an. Außerdem werde gerade eine Bauentwicklungsgesellschaft gegründet. Diese soll Kommunen bei der Erschließung von Gewerbe- und Baugebieten unterstützen. "Wir wollen dort natürlich künftig auch unser Energiedienstleistungsportfolio anbieten, von der Wärmeversorgung bis hin zur Glasfaser und Smart Home", bekräftigt Wilhelm.
Beim Aufbau neuer Geschäftsfelder wolle man zudem verstärkt das Know-how der Gesellschafter Thüga und Innogy nutzen. "Beide haben Innovationsplattformen, auf denen wir mit unseren neuen Geschäftsfeldern auftauchen wollen. Gleichzeitig hoffen wir aber auch vom großen Netzwerk der Beteiligungen der beiden Unternehmen zu profitieren", so der EWR-Vorstand. Auch im Bereich Shared-Service will sich die EWR Unterstützung von Thüga und Innogy holen, sowohl im Soft- und Hardwarebereich als auch bei rechtlichen Fragestellungen.
Thüga und Innogy ermöglichen kommunale Mehrheit
Die neue EWR AG gehört mehrheitlich den Kommunen, sie halten 50 Prozent plus eine Aktie. Rund 32 Prozent der gesamten Aktien liegen bei der Stadt Worms, knapp 18 Prozent bei den kommunalen E-RP-Gesellschaftern. Möglich wurde die kommunale Mehrheit erst durch Anteilsverkäufe des E-RP-Gesellschafters Thüga und des EWR-Gesellschafters Innogy. Diese teilen sich künftig 50 Prozent minus eine Aktie an der neuen EWR AG. (hoe)
-----------------------------------
Einen ausführlichen Artikel zum Zusammenwachsen der beiden Unternehmen und das Synergiepotenzial der Fusion lesen Sie in der Oktoberausgabe der ZfK.



