Der Karlsruher Energiekonzern EnBW Energie Baden-Württemberg konnte im ersten Halbjahr dieses Jahres bei einem Umsatz von rund 9,73 Milliarden Euro das bereinigte operatives Ergebnis (Adjusted EBITDA) um rund 24 Prozent auf 1,59 Milliarden Euro steigern. Ausschlaggebend war die Entwicklung im Geschäftsfeld erneuerbare Energien, teilte EnBW am Donnerstag in Karlsruhe mit.
Zu Jahresbeginn hatte die EnBW AG die Offshore-Windparks Hohe See und Albatros in Betrieb genommen, die zu einer Verdoppelung der Ergebnisbeiträge bei den erneuerbaren Energien führten. Zudem hätten sich die Zukäufe der Unternehmen Valeco und Plusnet ausgewirkt, die im Vorjahreszeitraum noch nicht konsolidiert waren, hieß es weiter.
Wertpapierbestände belasten Konzernergebnis
Das Konzernergebnis sank in den ersten sechs Monaten drastisch um fast 36 Prozent auf 184,2 Mio. Euro von zuvor 286,2 Mio. Euro. Der Rückgang des Konzernüberschusses sei dabei maßgeblich auf das geschrumpfte Finanzergebnis zurückzuführen. Hintergrund ist laut EnBW die Marktbewertung der Wertpapierbestände des Energiekonzerns.
Die Prognose für das Gesamtjahr wollen die Karlsruher trotz der Corona-Pandemie aufrechterhalten. Das operative Ergebnis soll in einer Bandbreite von 2,75 bis 2,9 Milliarden Euro liegen. Das würde ein Plus um 13 bis 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeuten. In der Krise zeige sich die Stabilität des in den vergangenen Jahren umgebauten Geschäftsportfolios. "Corona wird jedoch auch an uns nicht spurlos vorübergehen", erklärte Finanzvorstand Thomas Kusterer. (hil)



