Die Stadtwerke Oberkirch (Baden-Württemberg) haben für kurze Zeit die Strombelieferung einer Antenne eingestellt. Deren Betreiber, der Mobilfunkanbieter Vodafone, hatte über Monate hinweg seine Rechnungen nicht beglichen.
"Stromsperren sind nicht unser übliches Vorgehen", sagte Erik Füssgen, Geschäftsführer der Stadtwerke Oberkirch, der Zfk. "Wir setzen normalerweise auf Kooperation und wollen drastische Maßnahmen verhindern."
Strom vom Zweckverband
Doch dieses Mal sei das Vorgehen besonders anstrengend gewesen. Dabei hatte Vodafone über Jahre hinweg regelmäßig gezahlt.
Auf dem Funkmast im Renchener Wald (Baden-Württemberg) haben die Telekom, O2 und Vodafone ihre Antennen installiert. Strom erhalten sie vom Zweckverband Wasserversorgung Vorderes Renchtal, an dem auch die Oberkircher Stadtwerke beteiligt sind.
Mit Stromsperre gedroht
Lange Zeit zahlten alle Betreiber fristgerecht. Bei O2 und Telekom sei dies auch weiterhin der Fall. Vodafone jedoch lagerte 2020 den Betrieb seiner Antenne aus, von da an reagierte der Mobilfunkanbieter nur noch schleppend.
Die Zahlung für 2021 blieb dann auch nach sechs Monaten und zahlreichen Mahnungen aus. Deshalb drohten die Stadtwerke im Juli eine Stromsperre an.
Kunden ohne Internet
Weil eine Antwort ausblieb, kappte der kommunale Versorger Ende Juli dann die Stromzufuhr. Die Maßnahme zeigte offenbar Wirkung: Am 2. August kündigte Vodafone die Zahlung an, weshalb ab der Mittagszeit auch wieder Strom floss.
Ohne Folgen blieb die Auseinandersetzung nicht: Wie die „Badischen Neusten Nachrichten“ berichten, blieben Vodafone-Kunden tagelang ohne Internet. (jk)



