Octopus Energy wird vom reinen Grünstromanbieter zum Stromerzeuger in Deutschland. Hierfür hat das Münchner Unternehmen die Rechte zum Bau eines Windparks erworben. Die zehn Vestas Turbinen mit einer Leistung von 35 MW sollen bis Ende kommenden Jahres nahe Frankfurt errichtet werden. Das ist jedoch nur der Anfang der Projektpipeline.
Insgesamt plant Octopus Energy bis Ende der Dekade 1200 MW an Wind- und Solarleistung in ganz Deutschland zu betreiben. Vor zwei Jahren wagte das Unternehmen den Markteintritt als Ökostromanbieter und arbeitet auch mit Tesla zusammen. Mittlerweile versorgt Octopus Energy 120.000 Haushalte – eine Verzehnfachung binnen eines Jahres. Bis Ende 2024 soll der Kundenstamm auf eine Mio. Kund*innen anwachsen.
Von 3 GW auf 18 GW Energiewende-Portfolio
Sobald der Windpark „Gaishecke“ nahe Frankfurt in Betrieb ist, will Octopus Energy auch einen speziellen Windtarif – den „FanClub“ – einführen. In Großbritannien gibt es diesen bereits, dabei bekommen Anwohner, die in der Nähe der Windkraftanlagen wohnen, einen Rabatt von bis zu 50 Prozent auf ihren Strompreis. „Gaishecke“ soll jährlich etwa 100.000 MWh Strom produzieren und damit rein rechnerisch 40.000 Haushalte versorgen.
Octopus Energy verwaltet bereits 3 GW an erneuerbaren Energieanlagen in ganz Europa. Das Unternehmen baut seine Erzeugungskapazitäten weiter aus und plant, bis 2027 weltweit 18 GW an Projekten zur Erzeugung sauberer Energie zu schaffen. (lm)



