“Die Energiewende steht und fällt mit dem Rollout von Smart Metern”, erklärt Bastian Gierull, CEO von Octopus Energy.

“Die Energiewende steht und fällt mit dem Rollout von Smart Metern”, erklärt Bastian Gierull, CEO von Octopus Energy.

Bild: © Octopus Energy

Von Pauline Faust

In diesem oder nächsten Jahr will Octopus Energy Top-Eins-Installateur für Wärmepumpen werden. Zudem wollen die Briten in Deutschland eine Millionen neue Smart Meter einbauen. Es ist der Angriff der Tech-Krake, die in Großbritannien bereits der größte Stromversorger ist.

Über 700.000 EDL-Kundinnen und Kunden habe das Unternehmen bereits, erklärt Bastian Gierull, CEO von Octopus Energy Germany bei einem Pressetreffen am Dienstag, 21. Januar. Das größte Hindernis für die Skalierung, den Smart-Meter-Rollout, will Octopus nun selbst in die Hand nehmen.

Innerhalb von vier Jahren sollen die eigenen Fachkräfte eine Millionen Smart Meter installieren. 60 Prozent davon sollen an eigene Kunden gehen. Konkret plant das Scale-up eine Verzwanzigfachung der eigenen Installationsleistung.

Octopus verkündete zudem, sein Wärmepumpen-Geschäft auszubauen und erklärte die Übernahme des Heidelberger Start-ups Daulto mit 130 Mitarbeitenden. Der regionale Spezialist für Wärmepumpen wird Teil von Octopus’ Installations-Sparte und verstärkt zukünftig die Regionen Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz. Somit sei Octopus in fast allen Bundesländern gut aufgestellt. Ziel ist es, im laufendem Jahr 4000 Wärmepumpen einzubauen. Spätestens im kommenden Jahr will das Unternehmen dann Marktführer sein.

"Wir haben unsere Aktivtäten in dem Bereich gerade erst begonnen und waren vom Markteinbruch nicht sonderlich betroffen", erklärt Gierull. Im Gegensatz zur Konkurrenz entlasse Octopus derzeit keine Mitarbeitenden. Aktuell beobachtet er eine Erholung des Wärmepumpenabsatzes.

Zwei Leuchtturmprojekte will Gierull im laufenden Jahr fertigstellen: In Bayern soll ein Fanclub eingerichtet werden (Nachbarn eines Windrads profitieren von Erzeugung) und im Schwarzwald soll eine Zero-Bills-Siedlung mit 24 Häusern entstehen.

Auch Kraken will in Deutschalnd expandieren

Auch Octopus-Tochter und IT-Spezialist Kraken fühlt sich auf dem deutschen Markt zunehmend wohl. Neben UK, USA und Japan war er von Beginn an von großem Interesse, erklärt CEO Avid Orad. Im Vereinigten Königreich würden bereits die Hälfte der Stromkunden ihre Energie von einem Energieversorger beziehen, der Kraken-Kunde ist.

"Deutsche Versorgungsunternehmen sind bisher noch nicht auf moderne KI-Cloud-Technologien umgestiegen", so Orad. "Wir investieren intensiv in diesen Markt, da wir wissen, dass dieser Tag kommen wird – und wir werden bereit sein, sie dann zu unterstützen."

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Korrektur: oben im Text hieß es zuvor "vier Millionen Smart Meter", es sind aber eine Millionen in vier Jahren

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