Die Verbraucherzentrale Niedersachsen wirft dem Berliner Energieanbieter Primastrom GmbH unerlaubte Telefonwerbung vor. Diese ist ohne vorherige Einwilligung des Kunden seit Jahren verboten.
Um das zu umgehen, fordere Primastrom die Verbraucher per Brief zum Rückruf auf, schreiben die Verbraucherschützer in einer Pressemitteilung. Sie bewerten das Vorgehen als irreführend und belästigend
Der Trick des Anbieters
"Bitte dringend zurückrufen. Es geht um lhre aktuelle Stromversorgung in lhrem Haushalt“, heiße es beispielsweise in einem Schreiben an eine Verbraucherin. "Das Beispiel zeigt, zu welchen Tricks manche Anbieter greifen, um das Verbot von Werbeanrufen ohne Einwilligung zu umgehen“, erklärt Tiana Preuschoff, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen.
Es sei "schon dreist", Verbrauchern auf diese Weise vorzutäuschen, sie müssten aktiv werden – um sie am Ende zu einem Vertragswechsel zu überreden.“ Empfänger sollten das Schreiben einfach ignorieren und der Aufforderung auf keinen Fall nachkommen. Auch rät sie grundsätzlich davon ab, Verträge am Telefon abzuschließen. (hoe)

