Das Berliner Start-up Nextwind hat in einer zweiten Finanzierungsrunde 750 Mio. US-Dollar eingenommen. Mit dem frischen Kapital will das junge Unternehmen seinen Bestand von derzeit zehn Windparks in Nord- und Ostdeutschland zügig erweitern, wie Nextwind mitteilt. Man wolle das Repowering der überwiegend in die Jahre gekommenen Windkraftanlagen in Deutschland vorantreiben.
Geldgeber sind der Erneuerbaren-Investor Sandbrook Capital sowie das Public Sector Pension Investment Board (PSP Investments) und der institutionelle Investor IMCO.
"Mit den neuen Kapitalgebern im Rücken können wir jetzt die Umsetzung unseres Geschäftsmodells beschleunigen: Wir werden weitere Windkraftanlagen erwerben und repowern, um unser Ziel zu erreichen, ein großer grüner Stromproduzent in Deutschland zu werden", sagt Nextwind-Mitbegründer Lars B. Meyer.
Grundlast aus Erneuerbaren
Meyer ist Mitbegründer von Nextwind und leitet das Unternehmen mit beiden anderen Mitbegründern Werner Süss und Ewald Woste. Süss ist unter anderem durch Managementpositionen bei Vattenfall und Eon mit der Energiebranche vertraut. Woste ist der Stadtwerke-Welt als ehemaliger Präsident des BDEW sowie als Vorstandsvorsitzender von Mainova und der Thüga bekannt. Zudem ist er aktuell Aufsichtsvorsitzender bei der Steag.
Neben Repowering-Projekten will sich das Wind-Startup auch mit Themen der Energiesicherheit und der Grundlastfähigkeit von erneuerbaren Energien beschäftigen. "Wir identifizieren Windparks, die für die Kombination mit Photovoltaikanlagen sowie Batterien zur Zwischenspeicherung geeignet sind", erläutert Mitbegründer und Managing Partner Süss.
Kapital schnell investieren
"Wir wollen mit innovativen technologischen Konzepten ein führender und verlässlicher unabhängiger Stromerzeuger im deutschen Markt werden", ergänzt Woste. Dafür solle das frische Kapital schnell und agil investiert werden.
Nextwind wurde im Jahr 2020 gegründet und hatte in einer ersten Finanzierungsrunde 100 Mio. US-Dollar eingenommen. Derzeit beschäftigt das Startup mit Sitz in Berlin nach eigenen Angaben 20 Mitarbeitende. (jk)



