Blick auf die Rheinenergie-Hauptverwaltung

Blick auf die Rheinenergie-Hauptverwaltung

Bild: © Rheinenergie

Die Kölner Rheinenergie zieht die Konsequenzen aus der anhaltenden Energiepreiskrise und hebt ihre Gaspreise in der Grundversorgung zum Start der Heizperiode am 1. Oktober kräftig an. Dann kostet die Kilowattstunde statt bislang 7,87 Cent 18,30 Cent – ein Aufschlag von 133 Prozent. Der Grundpreis bleibt unverändert.

Auch die Fernwärmepreise steigen – um geschätzte 73 Prozent für eine Kölner Durchschnittswohnung.

Drastische Steigerung der Beschaffungskosten

Als Grund nennt die Rheinenergie eine "fast 450-prozentige Steigerung" der Beschaffungskosten für Erdgas für die Beschaffungsperiode 2022/23 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. "Trotz eines Systems der langfristigen kontinuierlichen Beschaffung führt dies zu erheblich steigenden Preisen", heißt es.

Tatsächlich sind vergleichbare Angebote auf Vergleichsportalen derzeit noch teurer. So begannen am Montagnachmittag bei Verivox die günstigsten Tarife bei 25 Cent pro kWh. Am niederländischen Handelspunkt TTF wurde Gas für die Monate Oktober, November und Dezember für umgerechnet 20 Cent pro kWh gehandelt – und da sind Steuern, Vertriebskosten und Marge noch gar nicht eingerechnet.

Neue Umlagen noch nicht berücksichtigt

Höchstwahrscheinlich müssen grundversorgte Kunden der Rheinenergie ab Oktober übrigens noch mehr zahlen. Denn Mehrkosten für zwei Umlagen – eine für die Befüllung der Gasspeicher und eine für die Stützung von Vorlieferanten wie Uniper – sind politisch teils noch nicht endgültig entschieden und entsprechend nicht berücksichtigt. (aba)

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