Blick auf das Verwaltungsgebäude der Rheinenergie in Köln.

Blick auf das Verwaltungsgebäude der Rheinenergie in Köln.

Bild: © Rheinenergie

Die Stadt Köln will den eigenen Stadtwerken "vorsorglich und zeitlich befristet" eine Kreditlinie in Höhe von bis zu 400 Mio. Euro zur Verfügung stellen, wie das Rathaus am Mittwoch mitteilte.

Dies soll gewährleisten, dass Handelsgeschäfte auf den derzeit stark schwankenden Energiemärkten durch den städtischen Versorger Rheinenergie und dessen Handelstochter Rheinenergie Trading jederzeit abgesichert sind. Zuerst hatte der "Kölner Stadt-Anzeiger" darüber berichtet.

Rheinenergie will günstige Slots nutzen

Demnach wird sich der Hauptausschuss des Rates am 16. Januar damit befassen. Eine Zustimmung gilt als wahrscheinlich.

Der städtische Finanzpuffer soll helfen, um Beschaffungsvorgänge "jederzeit entsprechend der Vorgaben absichern zu können und sich bietende günstige Slots für Beschaffung und Vermarktung von Energie zu nutzen", heißt es in der Presseaussendung weiter. Er soll bald durch eine Konsortialkreditlinie abgelöst werden. Die beteiligten Banken müssten sich nur noch einigen, sagte ein Rheinergie-Sprecher.

Stark schwankende Großhandelspreise

Die Großhandelspreise für Strom und Gas waren in den vergangenen Monaten enorm geschwankt. Kostete das Gas-Frontmonatsprodukt am Handelsplatz TTF vor einem Jahr noch weniger als 70 Euro pro MWh, schossen die Preise infolge des russischen Überfalls auf die Ukraine und Unsicherheiten über die inzwischen außer Betrieb genommene Nord-Stream-Pipeline im August auf bis zu 350 Euro pro MWh. Mittlerweile ist das Produkt wieder auf dem Preisniveau von Januar 2022. (aba)

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