Deutz und die Rheinenergie arbeiten gemeinsam an der stationären Energieerzeugung auf Basis eines mit Wasserstoff betriebenen Motors, wie die in Köln ansässigen Unternehmen mitteilen. Ab Anfang 2022 soll der Wasserstoff-Motor in Kombination mit einem Generator rund 200 Kilowatt elektrische Leistung liefern, heißt es. Standort für diesen Pilotversuch wird das Heizkraftwerk Köln-Niehl der Rheinenergie sein. Das Unternehmen wird auch den nötigen Wasserstoff beschaffen.
Wie Dieter Steinkamp, der Vorstandsvorsitzende von Rheinenergie erläutert, lässt sich die Anlage als dezentrale Energieversorgung für klimagerechte Gebäude oder Quartiere nutzen, vielleicht auch an Einsatzstellen, die bislang nicht an ein Strom- oder Wärmenetz angeschlossen sind.
Abwärmenutzung im Test
Im ersten Schritt soll die Stromerzeugung mit Hilfe des Deutz-Motors getestet werden. Nach rund sechs Monaten soll sich eine zweite, ebenfalls mehrmonatige Phase anschließen, in der dann die Abwärme aus dem Aggregat genutzt werden soll.
Der Motor ist eine Eigenentwicklung von Deutz, die nach eigenen Angaben marktreif ist. Das Konzept basiert auf einem bestehenden Dieselmotor. Aufgrund der zur Verfügung stehenden Infrastruktur sieht Deutz die Verwendung zunächst in stationären Anlagen. Ab 2024 soll der Motor in Serie gehen. Für den Betriebsversuch am Standort Niehl investieren beide Partner zusammen zunächst rund 1,3 Millionen Euro. (amo)



