Marcus Wittig ist Vorsitzender der Geschäftsführung der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft.

Marcus Wittig ist Vorsitzender der Geschäftsführung der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft.

Bild: © DVV

Die geplante Einstieg der Rheinenergie bei der Stadtwerke Duisburg AG  ist offenbar noch nicht vollständig in trockenen Tüchern. Die Kölner hatten gestern angekündigt, die Anteile in Höhe von 20 Prozent an dem Kommunalversorger aus dem Ruhrgebiet von der Eon-Tochter Westenergie zu übernehmen.

Die Duisburger Konzernholding DVV (Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft) besitzt ein Vorkaufsrecht für die Westenergie-Anteile. Auf dieses will man nur unter bestimmten Voraussetzungen verzichten. Erwartet wird, dass die Rheinenergie der DVV im Bereich der gesellschaftsrechtlichen Vernetzung entgegenkommt.

Verhandlungen laufen noch

Denkbar wäre laut gut informierten Kreisen etwa eine Beteiligung an bestimmten Aktivitäten und den dazugehörigen Rheinenergie-Gesellschaften, etwa im Bereich Hafen- oder Güterlogistik oder Wasserstoff. Hierzu stehe die Entscheidung in der Domstadt derzeit noch aus, heißt es auf Anfrage der DVV.

Die Verhandlungen über eine Übertragung der Anteile an der Stadtwerke Duisburg AG von der Westenergie an die Rheinenergie liefen derzeit noch. Sobald diese Bedingungen erfüllt seien, beabsichtige die DVV auf ihr Vorkaufsrecht zu verzichten und damit den Weg für eine stärkere Vernetzung der Unternehmen entlang der Rheinschiene zu ebnen.

DVV unterstützt stärkere Vernetzung im Rheinland

Grundsätzlich werden die Planungen der Rheinenergie für eine stärkere Vernetzung im Rheinland von der DVV unterstützt. „Die regionale Kooperation mit passenden Partnern ist insbesondere vor den neuen Chancen und Herausforderungen der Energiewende ein sinnvolles Vorgehen“, bekräftigte Marcus Wittig, der Vorsitzende der DVV-Geschäftsführung.

Man beschäftige sich mit den gleichen Themen, bei denen man sich mit einer engeren Kooperation gemeinsam Vorteile im Markt verschaffen könne. „Insofern unterstützen wir die Planungen für eine stärkere gegenseitige Vernetzung der Unternehmen“, so Wittig.

Im Zuge der geplanten regionalen Kooperation im Rheinland werden unter anderem über ein Dutzend Stadtwerkebeteiligungen von Rhein- und Westenergie bei der gemeinsamen Tochter Rhenag gebündelt, zudem ist eine klare Aufgabenteilung der beiden Partner inklusive Rhenag entlang der definierten Kompetenzfelder vorgesehen.

Unternehmen kooperieren bereits im Netzbereich

Die Rheinenergie und die DVV kooperieren zudem seit längerem eng mit den Stadtwerken Düsseldorf im Netzbereich und über die Rheinwerke. (hoe)

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