Die Rheinenergie will die Akzeptanz von Erneuerbarenanlagen vor Ort steigern, deshalb zahlt sie nun die freiwillige Kommunalabgabe. Noch 2024 wollen die Kölner mit der Ausschüttung von über 700.000 Euro an rund 90 Gemeinden in ganz Deutschland beginnen.
Damit profitierten die Gemeinden und die Bürgerinnen und Bürger direkt, die sich zukünftig für den Ausbau der erneuerbaren Energie entscheiden, aber auch die, die sich bereits in der Vergangenheit dafür entschieden haben, hieß es in der Pressemitteilung des Energiekonzerns.
„Die Kommunalabgabe ist für uns ein wirkungsvolles und hilfreiches Instrument, um rechtssicher und gesetzeskonform die Gemeinde und damit die Bürgerinnen und Bürger am lokalen Ausbau der erneuerbaren Energien finanziell teilhaben zu lassen", sagt Norman Klebe, Bürgermeister von Arendsee, nach dem Unterschreiben des Vertrags mit der Rheinenergie.
Die Einnahmen aus der Kommunalabgabe eröffneten Arendsee finanzielle Spielräume, die die Stadt eigenverantwortlich und selbstständig zur Förderung der regionalen Entwicklung nutzen werde. "So spüren die Menschen direkt, dass die Windräder und Solaranlagen in ihren Gemeinden einen Nutzen für sie haben”, sagt Klebe.
Auch Ulrich Bemmann, Abteilungsleiter Erneuerbare Energie bei der Rheinenergie, zeigt sich überzeugt: „Daher werden wir auch bei allen Neuprojekten ebenfalls die freiwillige Kommunalabgabe gerne leisten und die Bürgerinnen und Bürger vor Ort einbinden“.
Novelle des EEGs macht es möglich
Im Rahmen des novellierten Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG 2023) haben die Betreiber von Windparks und Freiflächen-Solaranlagen die Möglichkeit, den Standtort-Gemeinden für Bestandsanlagen freiwillig einen Betrag in Höhe von 0,2 Cent pro eingespeister Kilowattstunde zu zahlen. Die Abgabe kann auch für Erneuerbare-Anlagen gezahlt werden, die vor Januar 2021 errichtet wurden.
Einige Unternehmen machen bereits von der Abgabe Gebrauch, etwa wpd oder Statkraft.
Aktuell betreibt die Rheinenergie deutschlandweit 90 MWp PV-Anlagen sowie 26 Windparks mit einer anteilig installierten Leistung von 172 MW. Der Konzern will seinen Anlagenpark bis 2035 auf 600 MW ausbauen. (pfa)



