Energiekonzern RWE geht für das laufende Jahr von mehr Gewinn als bislang geplant aus.

Energiekonzern RWE geht für das laufende Jahr von mehr Gewinn als bislang geplant aus.

Bild: © Andreas Baumer/ZfK

Der Essener Energiekonzern RWE schraubt seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr deutlich nach oben. Ging das Unternehmen bislang von einer Spannbreite von 4,3 bis 4,8 Mrd. Euro aus, werden jetzt 5,0 bis 5,5 Mrd. Euro erwartet.

RWE führt die Anpassung insbesondere auf bessere Ergebnisse in den Bereichen Wasser, Biomasse und Gas sowie Energiehandel zurück. Zugleich betont der Konzern, dass im deutschen Kernenergie- und Kohlegeschäft ein Ergebnis wie bisher geplant erwartet werde. Grund dafür sei, dass die produzierten Strommengen bereits in den Vorjahren verkauft worden seien.

Starker Energiehandel

Das vorläufige Ergebnis vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen und sonstigen Finanzierungsaufwendungen (Ebitda) lag im Bereich Wasser, Biomasse und Gas demnach bei 755 Mio. Euro. Höhere Erträge im Vergleich zum Vorjahr aus der Optimierung des kurzfristigen Kraftwerkseinsatzes und höherer internationaler Erzeugungsmargen hätten im Vergleich zum Vorjahr zu einer deutlichen Steigerung geführt, heißt es.

Im Energiehandel wiederum habe das vorläufige Ergebnis im ersten Halbjahr trotz volatilen Marktumfelds 545 Mio. Euro die Erwartungen deutlich übertroffen. Daher werde die Prognose nun entsprechend angepasst.

Kohleliefervertrag aus Russland

Getrübt wird das Halbjahresergebnis von einer Abschreibung auf einen Kohleliefervertrag aus Russland, den die britische Regierung sanktioniert hat. RWE beziffert den Schaden auf insgesamt rund 850 Mio. Euro.

Nach eigenen Angaben will der Konzern die erwarteten Mehreinnahmen nutzen, um noch mehr in grüne Energie zu investieren. Das Dividendenziel von 0,90 Euro je Aktie werde bestätigt, heißt es. Die RWE-Aktie sprang nach Bekanntwerden der neuen Ergebnisprognose von 38,20 Euro auf 39,67 Euro je Aktie.

Positive Ergebnisentwicklung auch für 2023

Für das Geschäftsjahr 2023 erwartet der Konzern eine Fortsetzung der positiven Ergebnisentwicklung. Eine neue Ergebnisprognose für 2023 oberhalb der bisherigen Prognose will er wegen der aktuellen Unsicherheiten jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt festlegen. (aba/dpa)

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