Bis 2030 will RWE sein Erneuerbarenportfolio auf weltweit 65.000 MW ausbauen. Dafür hat das Unternehmen im Rahmen seiner Wachstums- und Investitionsstrategie "Growing Green" zwischen 2024 und 2030 Investitionen in Höhe von rund 55 Mrd. Euro netto angekündigt.
Etwa 80 Prozent des Finanzmittelbedarfs will der Essener Konzern aus dem Cash Flow des operativen Geschäfts decken, den Rest über den Fremdkapitalmarkt beschaffen.
"Angesichts des hohen Kapitalbedarfs für den Netzausbau prüfen wir derzeit verschiedene Optionen und Finanzierungsmöglichkeiten in Bezug auf unsere Amprion-Beteiligung", kommentierte eine RWE-Sprecherin auf ZfK-Anfrage die Marktspekulationen, über die zuerst das "Handelsblatt" berichtete. Amprion wollte sich auf ZfK-Anfrage nicht zum Thema äußern.
An Amprion hält RWE insgesamt 25,1 Prozent der Anteile. Die Mehrheit von 74,9 gehört der Beteiligungsgesellschaft M31. Der Wert der Netzgesellschaft liegt Expertenschätzungen zufolge im niedrigen zweistelligen Milliardenbereich. Für das laufende Jahr hat Amprion Investitionen in Höhe von 3,9 Mrd. Euro angekündigt. Der Investitionsbedarf bis 2028 beläuft sich auf 27,5 Mrd. Euro. Wegen der Höhe dieser Investitionen dürfte sich der Kreis der Interessenten begrenzt halten. (am)



