Das Norfolk-Portfolio von Vattenfall umfasst drei Offshore-Windprojekte vor der Ostküste Englands – Norfolk Vanguard West, Norfolk Vanguard East und Norfolk Boreas, teilte RWE mit.
Der Kaufpreis basiere auf einem Unternehmenswert von umgerechnet 1,1 Mrd. Euro (963 Mio. Pfund). Der Großteil des Kaufpreises beziehe sich auf die "bisher getätigten Ausgaben". Alle drei Norfolk-Projekte will RWE noch bis 2030 in Betrieb nehmen. In Großbritannien betreibt RWE bereits zehn Offshore-Windparks.
Teil von "Growing Green"
Mit der Übernahme macht RWE den nächsten Schritt im Rahmen seines Investitions- und Wachstumsprogramms "Growing Green". Bis 2030 will das Unternehmen sein Erneuerbarenportfolio auf weltweit 65.000 MW ausbauen. Dafür haben die Essener zwischen 2024 und 2030 Investitionen in Höhe von rund 55 Mrd. Euro netto angekündigt.
Die drei Projekte im "fortgeschrittenen Entwicklungsstadium" mit einer geplanten Kapazität von jeweils 1.400 MW befinden sich nach Angaben von RWE in der Norfolk Offshore Wind Zone, 50 bis 80 Kilometer vor der Küste von Norfolk in East Anglia. Nach 13 Jahren Entwicklungsarbeit verfügen alle drei Projekte bereits über Zusagen für Netzanschlüsse, die Entwicklungsgenehmigungen – sogenannte Development Consent Orders – und alle wesentlichen Genehmigungen.
Im nächsten Schritt wolle RWE mit den Projekten Norfolk Vanguard West und Norfolk Vanguard East an den kommenden Auktionsrunden teilnehmen, um einen Differenzvertrag (Contract for Difference, CfD) zu erhalten. Diese Projekte seien am weitesten entwickelt, teilte RWE mit. (am)
