Maik Render und Magdalena Weigel wurden als Vorstands-Duo der N-Ergie bestätigt.

Maik Render und Magdalena Weigel wurden als Vorstands-Duo der N-Ergie bestätigt.

Bild: © N-ERGIE/Torsten Hönig

Heute gab es mehrere gute Nachrichten aus Nürnberg. N-Ergie präsentierte seinen Jahresabschluss: 186 Mio. Euro Gewinn machte der Regionalversorger 2022. Passend dazu bestätigte der Sprecher des Vorstands, Maik Render, der ZfK, dass die Aufsichtsgremien des Unternehmens einer 15-prozentigen Beteiligung der N-Ergie an den Ingolstädter Stadtwerken zugestimmt haben (hier lesen Sie mehr dazu). Die Nürnberger versprechen sich von dem Investment Rendite und einen gemeinsame Arbeit am Ausbau der Netze.

So konnte der Konzern seinen positiven Trend der letzten drei Jahre trotz Krise beibehalten (2021: 158 Mio. Euro, 2020: 129). Ausschlaggebend für das gute Ergebnis seien unter anderem gestiegene Ergebnisbeiträge aus dem Betrieb von Kraftwerken sowie der erfolgreiche Energievertrieb im Bereich Großkunden.

An ihre kommunalen Anteilseigner führte die N-Ergie insgesamt 109,9 Mio. Euro des Ergebnisses ab: 79,3 Mio. Euro schüttete das Unternehmen an die Städtischen Werke Nürnberg GmbH aus (2021: 63,6 Mio. Euro). Die Thüga Aktiengesellschaft erhielt eine Ausgleichszahlung in Höhe von 30,6 Mio. Euro (2021: 30,6 Mio. Euro).

Stadtwerke gewannen 45.000 Kunden

Maik Render betonte beim Pressegespräch, dass sich insbesondere in Krisenzeiten die Bedeutung von Stadtwerken zeige. Als Unternehmen der Daseinsvorsorge seien sie nicht auf kurzfristigen Profit aus, sondern bewiesen sich als verlässlicher Partner: "Während Energiediscounter ihre Kund*innen im Regen stehen gelassen haben, konnten wir mit unserer langfristigen Strategie bis zum Jahresende 2022 Strompreise weit unterhalb des Wettbewerbs anbieten."

Die Stadtwerke hätten somit rund 45.000 neue Kund*innen gewonnen. Allerdings mache sich in diesem Monat schon eine Abwanderung dieser Kund*innen bemerkbar: "Manchen sind die Preise eben das Wichtigste oder sie können sich es nicht anders leisten." Trotzdem hofft Render, das Geschäftsjahr 2023 mit mehr Kund*innen abzuschließen als 2022.

Markt erlaube nun Preissenkungen

Die Nergie konnte zuletzt Preisvorteile bei der Beschaffung an den Handelsmärkten erzielen senkt die Preise ab 1. Juni für ihre Privatkund*innen - für die überwiegende Mehrheit der Haushalte unter das Niveau der jeweiligen Preis- bremsen. Künftig beträgt der Arbeitspreis für die Kilowattstunde 36,44 Cent. Beim Erdgas liegt die Kilowattstunde dann bei 10,74 Cent. Die Grundpreise bleiben jeweils stabil.

Enormer Investitionsbedarf: 1 Milliarde ins Netz

68,7 Mio. Euro aus dem Jahresgewinn überwies die N-Ergie ihre Rücklagen. Diese Mittel sollen dem Regionalversorger helfen, die immensen Investitionen zu bewältigen, die sie für die Energiewende in den kommenden Jahren tätigen will. Dazu zählt etwa ein umfassender Ausbau des eigenen Stromnetztes. Bis 2030 will das Unternehmen hier rund eine Milliarde Euro investieren.

Nürnberg setzt auf Fernwärme

Im Wärmebereich setzt die Stadt Nürnberg auf Fernwärme, dafür wird ein Ausbau des Netztes angestrebt. Bereits heute stammen knapp 30 Prozent der städtischen Fernwärme aus nicht-fossilen Quellen. Um sie bis 2035 CO2-neutral zu erzeugen, wird die N-Ergie den Anteil klimaneutraler Energieträger in der Erzeugung schrittweise steigern. Über den perspektivischen Einsatz von Wasserstoff hinaus, strebt das Unternehmen einen Mix aus Altholzverwertung, Großwärmepumpen und Erdwärme an. Eine Anlage zur Altholzverwertung soll 2025 in Betrieb gehen.

Ausbau der Erneuerbaren

Die N-Ergie will ebenfalls ihre Position bei den Erneuerbaren deutlich ausbauen. Sie investiert daher in eigene Erzeugungsanlagen und will zahlreiche neue Solarparks und Windkraftanlagen errichten. Bis 2030 soll das Portfolio des Unternehmens von aktuell rund 130 MWp Photovoltaik und rund 30 MWp Windkraft auf rund 500 MWp PV und rund 120 MWp Wind ausgebaut werden. (pfa)

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