Die Stadt Wunsiedel im Fichtelgebirge (im Vordergrund Stadtwerkechef Marco Krasser) hat erfolgreich ein dezentrales Energiesystem aufgebaut, das ausschließlich auf erneuerbaren Energien basiert und mit digitaler Technologie erweitert wurde.

Die Stadt Wunsiedel im Fichtelgebirge (im Vordergrund Stadtwerkechef Marco Krasser) hat erfolgreich ein dezentrales Energiesystem aufgebaut, das ausschließlich auf erneuerbaren Energien basiert und mit digitaler Technologie erweitert wurde.

Bild: © Siemens

Die diversen Energiewendevorhaben in Wunsiedel sind auch für den Siemenskonzern als Kooperationspartner Vorzeigeprojekte, die nun einer breiteren Öffentlichkeit weltweit zugänglich gemacht werden sollen.

Hierzu hat der Technologiekonzern den Dokumentarfilm „Alles auf Grün – Dieser Weg führt ins Morgen“ produziert. Dieser ist laut einer Pressemitteilung jetzt auf Amazon Prime Video in Deutschland, Großbritannien und den USA verfügbar.

"Leuchtturmprojekt für eine nachhaltige Energiezukunft"

Der Film erzählt die Geschichte von Wunsiedel im Fichtelgebirge, einer Kleinstadt in Bayern, und ihrem „inspirierenden Weg zur Energiewende“. Die Stadt mit rund 10.000 Einwohnern hat erfolgreich ein dezentrales Energiesystem aufgebaut, das ausschließlich auf erneuerbaren Energien basiert und mit digitaler Technologie erweitert wurde. „Dadurch wurde es zu einem Leuchtturmprojekt für eine nachhaltige Energiezukunft“, schreibt die Pressestelle des Unternehmens.

Erneuerbare, Biomasse und Batteriespeicher

Wunsiedel sei einst ein ruhiger Ort gewesen, dessen traditionelle Industrien nur schwer mit der sich schnell verändernden Welt mithalten konnten. Aber dank der Entwicklung eines florierenden Energiesektors, der auf Solar- und Windenergie sowie Biomasse basiere und durch ein Batteriespeichersystem unterstützt werde, habe Wunsiedel einen völlig neuen Kurs eingeschlagen.

Gewinner des STADTWERKE AWARDS in 2016

Dadurch seien nicht nur die CO2-Emissionen reduziert worden, sondern die gesamte Energiebranche wurde zu einem rentablen Geschäft, das Arbeitsplätze für die örtliche Bevölkerung geschaffen und deren Lebensqualität verbessert habe. Dieser sogenannte Wunsiedler Weg war 2016 auch mit dem STADTWERKE AWARD von Trianel, ZfK und VKU ausgezeichnet worden.

Großprojekt zu grünem Wasserstoff

Durch die Errichtung einer der größten Anlagen für „grünen“ Wasserstoff in Deutschland baut die Stadt ihre Kapazitäten zur Energieerzeugung jetzt noch weiter aus.  Siemens unterstützt den Bau der Wasserstoffproduktionsanlage, für die im Juli dieses Jahres der erste Spatenstich erfolgte.

Die Anlage wird anfänglich eine Erzeugungskapazität von 8,75 Megawatt haben und bis zu 1.350 Tonnen Wasserstoff pro Jahr produzieren – ausschließlich mit erneuerbarer Energie von Solar oder Wind. Der Wasserstoff wird im Verkehr und in der Industrie eingesetzt.

Der erzeugte Wasserstoff diene dabei nicht nur als Rohstoff, sondern auch als Langzeitspeicher, der die Flexibilität des Stromnetzes erhöht. Die Nebenprodukte Sauerstoff und Abwärme würden ebenfalls in den Energiekreislauf integriert. (hoe)

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