Die Energie- und Wärmewende klappt nicht ohne genügend Fachhandwerker.

Die Energie- und Wärmewende klappt nicht ohne genügend Fachhandwerker.

Bild: © Reinhard Tiburzy/AdobeStock

Der schwedische Solarenergie-Anbieter Sunroof hat seine Finanzierungsrunde erweitert und dadurch zusätzlich 13,5 Mio. Euro an Kapital erhalten. Zu den neuen Investoren gehören demnach der Climate-Tech-Investor World Fund, Nordic Alpha Partners und L&G Capital. Damit hat Sunroof in jüngster Zeit 28,5 Mio. Euro eingenommen, wie das Erneuerbaren-Unternehmen mitteilt.

Mit dem Geld will Sunroof weiter in Europa und den USA expandieren - und insbesondere das deutsche Geschäft ausbauen. "[Wir] wollen uns besonders auf Deutschland konzentrieren", sagt Lech Kaniuk, Geschäftsführer und Mitgründer von Sunroof. "Wir erwarten hier in diesem Jahr das prozentual stärkste Wachstum aller unserer Standorte."

Pro Quadratmeter effizienter

Neben Deutschland ist Sunroof unter anderem auch in Schweden, Norwegen, Polen und der Schweiz tätig. Das Startup bietet Solardächer an, bei dem die Photovoltaik-Anlage in die Dachziegel integriert wird. Diese sogenannten 2-in-1-Dächer sollen gleichzeitig vor Witterung schützen und Solarenergie erzeugen.

Das Versprechen: Pro Quadratmeter seien die Anlagen deutlich effizienter sind als Solarzellen, die auf bestehenden Dächern angebracht werden. Die Hardware ergänzt Sunroof durch ein Energiemanagementsystem. Auch Batteriespeicher bietet das Startup an.

Software soll Bedarf kalkulieren

Zudem hat das junge Unternehmen eine eigene End-to-End-Softwareplattform entwickelt, die Anfang 2023 vollständig im Einsatz sein soll. Sie deckt demnach den gesamten Prozess ab – von Bestellung über Installation bis zur Inbetriebnahme. Mithilfe eines eigenen Prognosemodells könne die Software vorhersagen, wie groß die Nachfrage zu bestimmten Zeitpunkten sein werde, um Dienstleister und Warenbestand entsprechend einzuplanen.

"Dieses System ermöglicht uns, deutlich effizienter als bisher zu expandieren und unser Angebot in den bestehenden Märkten zu skalieren", sagt Geschäftsführer Lech Kaniuk. "Hinzu kommt, dass wir für den Einbau unserer Dächer keine spezialisierten Photovoltaik-Installateure brauchen. Der Prozess ähnelt dem Einbau eines regulären Dachs, weshalb wir Dachdecker schnell nachschulen können." (jk)

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