Der Wildpoldsrieder Stromspeicherhersteller Sonnen beteiligt seine Kunden erstmals direkt an den Erlösen seines virtuellen Kraftwerks. Dazu hat er die "sonnenFlat" zu einem intelligenten Stromvertrag und die Leistungsfähigkeit seines Batteriespeichers weiter entwickelt. Kunden der neuen "sonnenBatterie 10" mit einer Kapazität ab 11 kW und der neuen "sonnenFlat" erhalten über zehn Jahre eine garantierte Gewinnbeteiligung von 119 Euro im Jahr, informiert das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Damit könne man Erlöse anbieten, zu denen bisher hauptsächlich industrielle Anwender Zugang gehabt hätten, heißt es. Private Haushalte könnten so direkt von den neuen Möglichkeiten einer digitalen Energiewende profitieren.
Statt der bisherigen Paketgrenzen sei die neue sonnenFlat außerdem ein intelligenter Stromvertrag, der individuell an einen Verbrauch von bis zu 100.000 kWh im Jahr angepasst werden könne. Zudem fielen die bisherigen Mitgliedsbeiträge für die "sonnenCommunity" weg. Photovoltaikanlage und "sonnenBatterie" könnten damit so ausgelegt werden, dass die Stromrechnung eines Haushalts auf 0 Euro sinke. Dabei werde der Großteil des benötigten Stroms selbst erzeugt, der restliche Bedarf des Haushalts werde über eine Freistrommenge abgedeckt, welche die "sonnenCommunity" bereitstellt. Diese umfasst laut einem Sonnensprecher mittlerweile rund 30.000 Kunden in Deutschland.
Energieeffizienz wird belohnt
"Die sonnenFlat ist der Stromvertrag für ein neues Energiesystem. Neben echten 0 Euro Stromkosten können wir den Kunden einen Stromspeicher bieten, der nicht nur Geld sparen, sondern auch welches verdienen kann", sagt Sascha Koppe, Country Director DACH bei Sonnen. Die "sonnenFlat" belohne außerdem einen nachhaltigen Umgang mit Energie. Wer Strom spare oder einen höheren Autarkiegrad erreicht, schöpfe seine Freistrommenge nicht voll aus. Für jede nicht abgerufene Kilowattstunde erhält der Kunde eine Rückvergütung in Höhe des örtlichen Strompreises.
Höherer Autarkiegrad
Noch leistungsfähiger ist auch die neue "sonnenBatterie 10". Durch eine höhere Leistung von 4,6 kW, bietet diese noch mehr Autarkie. Mit den bisherigen Batteriespeichern war laut Sonnen ein Autarkiegrad von durchschnittlich 75 Prozent möglich, durch die größere Leistungsfähigkeit verschiebe sich die Grenze nach oben, ab der man Netzstrom beziehen müsse, versichert der Sprecher auf ZfK-Anfrage. Auch die zunehmende Nutzung von Elektroautos oder Wärmepumpen könne durch die höhere Leistung besser unterstützt werden. Das Batterieprodukt ist weiterhin modular aufgebaut. Die kleinste Variante beginnt bei 5,5 kWh, die größte liegt bei 27,5 kWh. Für gewerbliche Anwendungen ist die "sonnenBatterie" auf bis zu 247,5 kWh kaskadierbar. Insgesamt amortisieren sich die Anschaffung einer PV-Anlage und eines Speichers laut Sonnen in einem Zeitraum von acht bis zwölf Jahren. (hoe)



