Der Geschäftsbetrieb kann weitergehen: die SCC musste aufgrund des schwierigen Marktumfeldes Insolvenz anmelden.

Der Geschäftsbetrieb kann weitergehen: die SCC musste aufgrund des schwierigen Marktumfeldes Insolvenz anmelden.

Bild: @ SCC

Die SSC Wind GmbH mit Sitz in Wildeshausen, die sich auf den Bau, die Wartung und den Service von Windenergieanlagen spezialisiert hat, musste nach Angaben der Anwaltskanzlei und Unternehmensberatung Schultze & Braun die Insolvenz beantragen. Das Amtsgericht Delmenhorst bestellte Rechtsanwalt Tim Beyer von Schultze & Braun zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Beyer und die Geschäftsführung der SSC Wind GmbH halten den Geschäftsbetrieb vollumfänglich aufrecht. Die rund 100 Mitarbeiter sind bis einschließlich Juni über das Insolvenzgeld abgesichert.

Hintergrund des Insolvenzantrages sind Verzögerungen und Baustopps bei zwei großen Windpark-Projekten sowie die Insolvenz des Windanlagenbauers Senvion, die bei SSC Wind zu einem größeren Ausfall von Forderungen führte. "In dieser unglücklichen Kombination haben diese Vorkommnisse die Liquidität des Unternehmens so stark belastet, dass ein Insolvenzantrag unausweichlich war", berichtet Insolvenzverwalter Beyer, der die Mitarbeiter zusammen mit der Geschäftsführung bereits über das Verfahren informiert hat.

Neue Investoren fast schon in Sicht

"Wir waren auf einem guten Weg, unser Geschäft den Herausforderungen zum Trotz zu stabilisieren", bedauert SSC-Geschäftsführer Hinrich Eden. "Nun ist es zunächst unser oberstes Ziel, das Unternehmen und möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten. Dafür werden wir in den kommenden Wochen alles Notwendige und Mögliche tun. Wir freuen uns, dass die Mitarbeiter in der Versammlung ihre Unterstützung für die Rettung des Unternehmens signalisiert haben."

Bereits im Vorfeld des Insolvenzantrages hatte Eden mit einem Interessenten über einen Einstieg bei SSC Wind verhandelt. "Diese bereits sehr weit fortgeschrittenen Gespräche werden wir aufgreifen und intensiv vorantreiben. Ich bin sehr zuversichtlich, dass uns hier eine gute Lösung für das Unternehmen und die Mitarbeiter gelingen kann", sagt Beyer. Die Kanzlei Schultze & Braun, für die er arbeitet, ist ein führender Dienstleister für Insolvenzverwaltung und Beratung von Unternehmen in der Krise. (sig)

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