Die Stadtwerke München haben langjährige Erfahrung im Bau von Werkswohnungen. Nun wollen sie die städtischen Gesellschaften bei Vorhaben unterstützen.

Die Stadtwerke München haben langjährige Erfahrung im Bau von Werkswohnungen. Nun wollen sie die städtischen Gesellschaften bei Vorhaben unterstützen.

Bild: © SWM/Stefan Obermeier

Von Pauline Faust

Trotz des herausfordernden Marktumfelds konnten die Stadtwerke München (SWM) im Geschäftsjahr 2024 ihre Investitionen und Eigenkapitalquote ausbauen – bei sinkendem Umsatz.

Insgesamt lagen die Investitionen 2024 bei einer Milliarde Euro (2023: 913 Millionen Euro). Auch in den kommenden Jahren soll es bei dieser hohen Investitionssumme bleiben. Die SWM konnten ihre Eigenkapitalquote auf 57,3 Prozent erhöhen (2023: 53).
 

Das operative Konzern-Ergebnis (EBIT) betrug 575 Millionen Euro und verdoppelte sich somit zum Vorjahr (240 Millionen). "2023 war das EBIT mit 240 Millionen Euro stark durch die Verwerfungen auf den Energiemärkten unter Druck (EBIT 2022: 455 Mio. Euro.)", so die SWM. "Im Geschäftsjahr 2024 haben wir als Einmaleffekt ein positives Ergebnis, welches aus den Energiepreisverwerfungen der letzten Jahre resultiert."

Rückläufige Absatzmengen und sinkende Preise haben 2024 zu einem Rückgang des Umsatzes von 9,7 auf 6,9 Milliarden Euro geführt. Besonders stark sei der Absatzrückgang beim Erdgas, was vor allem auf den strategischen Ausstieg der Bayerngas aus dem Erdgasvertrieb und -handel zurückzuführen ist.

Auch für das Jahr 2024 führten die SWM 100 Millionen Euro an die Landeshauptstadt München ab.

Kräftiger Ausbau der Erzeugungskapazitäten

Noch in diesem Jahr wollen die SWM so viel Ökostrom erzeugen wie die Stadt München verbraucht. "Dabei behalten wir den wachsenden Strombedarf der Stadt, zum Beispiel durch die Elektromobilität, im Blick", erklärt Florian Bieberbach, Vorsitzender der SWM-Geschäftsführung. "Ich bin sehr guter Dinge, dass wir unser Ausbauziel dieses Jahr auch erreichen werden."

Kaum ein anderer Versorger baue die erneuerbaren Energien so konsequent im Strom- und Wärmebereich aus, erklärte das Unternehmen. Die SWM haben 2024 den Ausbau sowohl regional als auch europaweit fortgesetzt.

Unter anderem bauen die SWM in Moosinning (Bayern) eine PV-Freiflächenanlage mit einer Leistung von 37 Megawatt (MW).  Ein Meilenstein für die Dekarbonisierung der Fernwärme sei in 2024 zudem der Baustart für die Geothermieanlage am Michaelibad gewesen Diese werde die größte in Kontinentaleuropa und soll nach Fertigstellung im Jahr 2033 Wärme für rund 75.000 Münchner*innen liefern. Zudem vertreiben die Stadtwerke seit vergangenem Jahr auch selbst Wärmepumpen.

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