In der Corona-Pandemie brachten die Stadtwerke Augsburg ihren Kunden ganz zuverlässig Strom, Gas und Wasser. Jetzt, da die Inzidenzzahlen nach unten gehen, bietet der Kommunalversorger aber noch etwas ganz Anderes: Konzerte und Kulturveranstaltungen unter freiem Himmel.
Auf dem Gaswerksgelände des Unternehmens im Stadtteil Oberhausen finden seit Anfang Juni jedes Wochenende Events statt.
Lange Geschichte
Das Gaswerk blickt auf eine lange Geschichte zurück. Im Jahr 1915 wurde es in Betrieb genommen. Damals wurde aus Steinkohle Stadtgas gewonnen, wie die Stadtwerke auf einer eigens eingerichteten Website schreiben.
Das erste Erdgas kam 1962 nach Augsburg. Die Umstellung des gesamten Gasnetzes und der Kunden dauerte bis ins Jahr 1978. Von da an wurde das Gaswerk nur noch für die Verteilung und Speicherung von Erdgas verwendet.
Industriedenkmal wird Kreativquartier
Im Jahr 2001 wurde das Werk samt des 70.000 Quadratmeter umfassenden Geländes dann stillgelegt. Das Ende einer Ära.
Doch seit wenigen Jahren tut sich wieder etwas, bauen die Stadtwerke das Industriedenkmal zum Kultur- und Kreativquartier um. Neben der Brechtbühne hätten auch viele Kreativunternehmer, Künstler und Musiker auf dem Gelände ihre neue Heimat gefunden, heißt es auf der Website. Und jetzt noch der Veranstaltungsreigen, von den Verantwortlichen Gaswerksommer genannt.
Suche nach Projektpartner
"Wir sind froh, dass wir auf dem Gaswerk nach dem Corona bedingten Dornröschenschlaf nun wieder Besucherinnen und Besucher willkommen heißen können", lässt sich Geschäftsführer Alfred Müllner in einer Pressemitteilung zitieren. "Das Gelände eignet sich bestens für Veranstaltungen aller Art und soll weiter zum Hotspot für die regionale und überregionale Veranstaltungsszene entwickelt werden."
Deshalb sucht der schwäbische Kommunalversorger nun auch Projektpartner. Ziel dabei: Gemeinsam soll der größere der beiden Teleskop-Gasbehälter zu einer multifunktionalen Veranstaltungshalle umgebaut und entwickelt werden. In dieser Größenordnung gebe es in Augsburg durchaus Bedarf, heißt es. (ab)



