„Es gibt weder jetzt noch nach Ende der Pandemie einen guten Grund, in die alte Arbeitswelt zurückzukehren“, sagt Stadtwerke-Münster-Chef Sebastian Jurczyk.

„Es gibt weder jetzt noch nach Ende der Pandemie einen guten Grund, in die alte Arbeitswelt zurückzukehren“, sagt Stadtwerke-Münster-Chef Sebastian Jurczyk.

Bild: © Stadtwerke Münster

Die Stadtwerke Münster wollen das Thema Bodenmanagement zu einem eigenen „Mini-Geschäftsfeld“ entwickeln.  Vorstellbar sei eine Kooperation mit regionalen Unternehmen, wie beispielsweise den Abfallwirtschaftsbetrieben Münster, erklärt Sebastian Jurczyk, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stadtwerke Münster. In diesem Bereich soll künftig der bei den eigenen Tiefbauarbeiten, etwa beim Glasfaserausbau, anfallende Bodenaushub gereinigt werden.

Anschließend soll das Material wieder in Baugruben verfüllt werden. Das spare sowohl Kosten für den Tiefbau als auch für Logistik und Entsorgung. Insgesamt geht es für sein Unternehmen um einen Betrag von knapp einer halben Million Euro. „Das Thema klingt erst Mal total langweilig. Es ist kein Geschäftsmodell aus der digitalen Welt. Dennoch ist auch das ein Aspekt der Nachhaltigkeit, in dem wir alle besser werden können“, sagt Jurczyk.

Entscheidend für neue Geschäftsmodelle im Stadtwerke-Kosmos ist seiner Meinung nach eine sinnvolle Weiterentwicklung rund um das Kerngeschäft der Daseinsvorsorge. In Münster beschäftige sich seit zwei Jahren eine Innovationsabteilung mit möglichen neuen Geschäftsmodellen.

"Innovationscharakter der eigenen Mannschaft ist ein wichtiger Erfolgsfaktor"

„Für Stadtwerke ist die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle abseits des klassischen Energiegeschäfts mit sinkenden Margen und überbordender Regulierung überlebensnotwendig“, betont Jurczyk. Neben einem soliden Business Case brauche es dazu interdisziplinären Austausch, kreative Freiheiten für Mitarbeitende und von Entscheidern auch eine gewisse Portion Mut. „Der Innovationscharakter der eigenen Mannschaft ist ein nicht zu unterschätzender Erfolgsfaktor.“

Zu den jüngsten Innovationen zählt auch ein neues, grünes Wärmeprodukt und die Kooperation mit der Telekom im Glasfaserbereich. Mehr über diese beiden Geschäftsmodelle lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der ZfK, die am 9. Januar erschienen ist. Zum Abo geht es hier.

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