Mit einen Sofortbonus und einem Neukundenbonus von 15 Prozent wirbt Grünwelt Energie seit einigen Tagen auf Verivox.

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Bild: © Adobe Stock/Eyetronic

Die erste Bürgerbeteiligung, die die Stadtwerke Rüsselsheim im vorigen Jahr aufgelegt haben, war aus Sicht des Unternehmens ein Erfolg: 2,7 Millionen Euro kamen nach Angaben des kommunalen Unternehmens durch fast 200 Anleger zusammen. „Wir freuen uns über dieses Vertrauen“, lässt sich Geschäftsführer Hans-Peter Scheerer in einer Pressemitteilung zitieren. Nun gibt es eine Neuauflage. Die Spanne der Geldbeträge, die die Bürger in Form von Genussrechten investieren können, beginnt mit 1000 Euro und endet bei 199.000 Euro.

Wer Energiekunde der Stadtwerke ist, also Gas oder Strom von ihnen bezieht, darf mit einer Verzinsung von bis zu 2,2 Prozent rechnen. Nichtkunden erhalten bis zu 1,7 Prozent. Werden Sie Stadtwerke-Kunde, profitieren auch sie von dem höheren Zinssatz.

Zweckgebundene Investitionen in die Infrastruktur

Das Geld aus der Bürgerbeteiligung, die von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) genehmigt wurde, wird nach Angaben der Stadtwerke ausschließlich in die Infrastruktur der Gas-, Wasser- und Stromnetze in Rüsselsheim am Main investiert. Damit die Versorgung auch in Zukunft einwandfrei gewährleistet ist, seien umfassende Investitionen in die Verteilnetze nötig, erklärt Geschäftsführer Scheerer. Die Einwohnerzahl von Rüsselsheim sei in den 1960-er Jahren sehr rasch und mit ihr der Ausbau der Verteilnetze gewachsen. Diese müssen in der Regel nach 60 Jahren erneuert werden, entsprechend gebe es nun Jahr für Jahr einen hohen Finanzierungsbedarf.

„Die Bürgerbeteiligung nutzt dem Unternehmen und den Bürgern“, ist Jörg Gründinger, Kaufmännischer Leiter und Prokurist, überzeugt. „Die Menschen sehen, wofür ihr Geld ausgegeben wird, zugleich profitieren sie von den Überschüssen, die die Stadtwerke erwirtschaften.“ 2019 betrug der Konzernjahresüberschuss nach eigenen Angaben 3,5 Millionen Euro. In der Hochrechnung für 2020 wird von einem Überschuss von 3,0 Millionen Euro ausgegangen.

Geringes Risiko für Anleger

Wie Grundinger in der Mitteilung weiter ausführt, hätten die Stadtwerke ein sehr verlässliches Geschäftsmodell mit geringem Risiko. „Viele Menschen setzen lieber auf ein stabiles Wertschöpfungsmodell in kommunaler Hand anstatt auf krisenanfällige Geldanlagen“, ist er überzeugt.

Genussrechte können Interessierte erwerben, in dem sie auf der Website der Stadtwerke über ein Kontaktformular ihr Interesse bekunden. Sie erhalten daraufhin unverbindlich die Zeichnungsunterlagen zugesendet. Erst wenn sie diese unterzeichnet zurückgesendet und von den Stadtwerken die Bestätigung erhalten, ist die Bürgerbeteiligung wirksam, erläutert das kommunale Unternehmen. (amo)

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