Mit einen Sofortbonus und einem Neukundenbonus von 15 Prozent wirbt Grünwelt Energie seit einigen Tagen auf Verivox.

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Bild: © Adobe Stock/Eyetronic

Ob in Villingen-Schwenningen, im brandenburgischen Hennigsdorf oder im westfälischen Rinteln – vielerorts stärken die Stadtwerke ihre Liquiditätslinien mit Hilfe von kurzfristigen Krediten der jeweiligen Kommune. Diese werden marktüblich verzinst. Hintergrund sind die aufgrund der sehr volatilen Börsenpreise stark angestiegenen Sicherheitshinterlegungen im Rahmen der Energiebeschaffung.

Auch in Gießen stellt die Stadt jetzt den lokalen Stadtwerken (SWG) hierfür für die nächsten drei Jahre eine Kreditlinie in Höhe von bis zu 20 Mio. Euro zur Verfügung.

„Dabei handelt es sich um Sicherheiten, die die SWG bei ihren Vorlieferanten darstellen müssen, um Strom und Gas für die Angebotslegung an etwaige RLM-Kunden in der Region, die keinen anderen Lieferanten finden, einkaufen zu können“, erklärt Pressesprecher Ulli Boos auf ZfK-Anfrage. Dabei gehe es nicht um das „ratierliche Handelsportfolio 2023“ der SWG.

"SWG sind finanziell sehr gut aufgestellt"

Mit Hilfe der zusätzlichen Sicherheiten, wolle man Gewerbekunden in der Region auch Laufzeitverträge anbieten können, um sie vor den stark schwankenden Spotmarktpreisen zu schützen. Grundsätzlich seien die Stadtwerke Gießen finanziell sehr gut aufgestellt und stünden in keiner Weise vor Liquiditätsproblemen, stellt Boos klar.

Ein Großteil der Beschaffung der Stadtwerke Gießen erfolgt außerbörslich, sprich Over-the-Counter, statt. „Für den OTC-Terminhandel sind mit unseren Lieferanten Handelslimits verhandelt, die bereits jetzt aufgrund der stark gestiegenen Preise an ihre Grenzen gelangen“, so Boos weiter. Wenn die Handelslimite ausgeschöpft seien, stehe der Handelspartner für sie SWG nicht mehr zur Verfügung.

"Angebotsknappheit verschärft Situation nochmals"

Aufgrund dessen reduzierten sich die verfügbaren Handelspartner und es werde schwierig, verlässlich Mengen zu beschaffen. „Die allgemeine Angebotsknappheit aufgrund der erhöhten Preise verschärft diese Situation nochmals“.

Das Finanzmittel will die Stadt Gießen laut Regionalpresse über das sogenannte »Cash-Pooling« bereit stellen, eine Art Liquiditätsausgleich innerhalb des kommunalen Konzerns.  (hoe)

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