Die Energiewende gehört zu den Wirtschaftsbereichen mit guten Jobaussichten.

Die Energiewende gehört zu den Wirtschaftsbereichen mit guten Jobaussichten.

Bild: © Christian Charisius/dpa

Die Stadtwerke Stuttgart (SWS) investieren in ein neues Windkraftprojekt: Das kommunale Unternehmen hat in einer Ausschreibung des Hauses Hohenzollern den Zuschlag für den Standort Zollernalb (Baden-Württemberg) erhalten. Im nächsten Schritt wollen die Stadtwerke Untersuchungen und Gutachten zu der Fläche einholen und ein Genehmigungsverfahren einleiten, wie der kommunale Versorger mitteilt.

"Wir prüfen jede Chance, um unser Portfolio an erneuerbaren Energien im Sinne unserer Strategie weiter auszubauen", sagt Peter Drausnigg, Technischer Geschäftsführer der SWS. "Wir sind stolz darauf, dass wir uns als kommunales Unternehmen gegen die Konkurrenz durchgesetzt haben", ergänzt der Kaufmännische Geschäftsführer, Martin Rau.

Dialog mit Kommunen

Nach derzeitigem Stand der Planungen wäre an dem Standort der Bau von insgesamt acht Windkraftanlagen mit einer installierten Gesamtleistung von rund 58 MW möglich, so die Stadtwerke weiter. Vorläufig sei angedacht, dass sich die Windenergieanlagen auf dem Gemeindegebiet Hechingen, Grosselfingen, Rangendingen und Haigerloch verteilen. Wo genau sie stehen werden, soll nun im nächsten Schritt überprüft werden.

"Die anliegenden Kommunen durch einen engen Dialog einzubeziehen, ist uns bei der Realisierung des Projekts sehr wichtig", so Geschäftsführer Drausnigg. "Den Gesprächsfaden haben wir bereits aufgenommen." Die Vor-Ort-Planung wollen die SWS im Oktober beginnen.

Über 170 MW

Mit den zusätzlichen erneuerbaren Energieanlagen würde der regenerative Kraftwerkspark der SWS auf über 170 MW anwachsen, heißt es weiter. Damit könnten rechnerisch rund 163.000 durchschnittliche Drei-Personen-Haushalte mit Ökostrom versorgt werden. Der aktuelle Planungsstand könne sich im Laufe des Genehmigungsverfahrens aber noch ändern. Jetzt gehe es zunächst darum, die einzelnen Verfahrensschritte anzugehen und die erforderlichen Gutachten einzuholen, so Drausnigg.

Die Stadtwerke wollen bis 2035 etwa 1,7 Terrawattstunden "grünen" Strom pro Jahr erzeugen. Die SWS planen deshalb, die regenerative Energieerzeugung stark auszubauen. Dies soll räumlich so nah wie möglich am Ort des Bedarfs geschehen, heißt es. (jk)

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