Im Sauseschritt in die neue Zeit: Die Stadtwerke Villingen-Schwenningen strukturieren um.

Im Sauseschritt in die neue Zeit: Die Stadtwerke Villingen-Schwenningen strukturieren um.

Bild: @ SVS

Neuordnung in Villingen-Schwenningen: Die Stadtwerke sehen sich veranlasst, ihre Strategie ab dem kommenden Jahr deutlich umzuplanen. Der Energie- und Wasserversorger möchte sich auf die geänderten Anforderungen einstellen, die sich aus dem Klimawandel ergeben, die Stadtwerke Villingen-Schwenningen (SVS) sprechen von "gewandelten Marktbedingungen". Zudem ist ein stärkeres Augenmerk auf neue Geschäftsfelder gelegt worden. Der Transformationsprozess ist bereits im Gange.

Umstrukturierungen wie diese gehen nicht ohne Reibungsverluste. Aus der Pressestelle der SVS ist zu erfahren: "Wie Geschäftsführer Ulrich Köngeter seit Beginn des Prozesses sowohl dem Betriebsrat, als auch der Belegschaft mehrfach zugesichert hat, wird es durch die Umstrukturierung zu keinem Personalabbau kommen. Darüber hinaus hat er dem Personal eine Besitzstandswahrung zugesagt." Das bedeutet, dass die rund 220 Arbeitsplätze bei den SVS erhalten bleiben. Der Betriebsrat hat aber wegen der Neuordnung die Einsetzung einer Einigungsstelle beantragt.

SVS wollen eigenständig bleiben

Das Misstrauen, das aus diesem Wunsch des Betriebsrates abzulesen sein könnte, hat seine Ursache in kursierenden Informationen, die SVS seien allein nicht überlebensfähig und müssten in absehbarer Zeit fusionieren. Aus der Pressestelle ist dazu zu hören, das sei "schlichtweg" falsch. Vielmehr seien die Umstrukturierungen genau deswegen geplant, weil die SVS weiterhin eigenständig bleiben wollten und könnten: "Die geplanten Maßnahmen dienen der Sicherung der Arbeitsplätze."

SVS-Geschäftsführer Köngeter hat dem Betriebsrat in zwei Sondersitzungen sowie der Belegschaft in einer Versammlung Anfang Oktober ein dreistufiges Funktionsschema präsentiert. Speziell für die Wassersparte, zu deren Arbeit in Villingen-Schwenningen letzthin anonyme Schreiben kursierten, stellen die SVS fest, dass die letzten personellen Änderungen dort fünf Jahre zurückliegen. Seither sei die Belegschaftsstärke dort konstant, und auch in Zukunft sei kein Stellenabbau im Wasserbereich geplant. (sig)

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