Das Smart Metering soll für frischen Wind im Submetering-Wettbewerb sorgen.

Das Smart Metering soll für frischen Wind im Submetering-Wettbewerb sorgen.

Bild: © emmi/AdobeStock

Erste Stadtwerke in Mecklenburg-Vorpommern erhöhen wegen gestiegener Einkaufspreise die Tarife für ihre Kunden. In Neubrandenburg steigen die Preise pro Kilowattstunde für Strom, Gas und Fernwärme zum 1. Januar je nach Vertrag teils um 100 Prozent und mehr, wie die Stadtwerke mitteilten. Zudem werden die Eintrittspreise der städtischen Schwimmhalle im Schnitt um fast ein Fünftel höher ausfallen.

Grund für die Preisanpassungen in Neubrandenburg sind im Wesentlichen die extrem gestiegenen Beschaffungskosten für Strom und Gas, in Teilen auch deutlich höhere Netzentgelte. In der Strom-Grundversorgung steigen die Preise von aktuell 25,11 Ct. auf 53,82 Ct. pro kWh. Im Tarif "neu.sw Strom" von 21,69 Ct. uf 50,21 Ct. pro kWh. Beim Gas zahlen Grundversorgte ab Jahresbeginn 18,78 Ct. pro kWh, aktuell sind es noch 9,57 Ct.
 

Rund 80 Prozent der Haushalte in Neubrandenburg sind an das Fernwärmenetz angeschlossen. Für sie steigt der Arbeitspreis von aktuell 9,44 Ct. pro kWh auf 32,61 Ct., der jährliche Grundpreis erhöht sich von 129,2 auf 136,48 Euro.

"Energiesparen bleibt das oberste Gebot"

Die nun bekannt gegebenen Preise werden jedoch voraussichtlich nicht in voller Höhe bei den Kunden ankommen, sondern den Angaben nach durch die Energiepreisbremsen des Bundes abgefedert. Hierdurch sollen 80 Prozent des Durchschnittsverbrauchs zu einem niedrigeren Festpreis angeboten werden. Die Details sind jedoch noch offen.

Der Sprecher des Versorgers, Ingo Meyer, machte klar: «Energiesparen bleibt das oberste Gebot - nicht nur, um gut mit unseren Gasreserven zu haushalten, sondern auch, um Geld zu sparen.» Nichtsdestotrotz begrüße er die geplanten Entlastungen durch die Bundesregierung.

"Müssen Entlastungen in sehr eng bemessenem Zeitraum an Kunden weitergeben"

Ähnlich sieht es beim Schweriner Energieversorger Wemag aus. Während die Mehrzahl der Stromkunden bereits ab Anfang Dezember mit einer Preissteigerung um 50 Prozent im Vergleich zum Jahresanfang konfrontiert ist, solle diese Anpassung ab dem Jahreswechsel 2023 für alle gelten. Zu diesem Zeitpunkt greife auch eine Preiserhöhung für die Gaskunden.

Bezüglich der bereits für Dezember geplanten Einmalzahlungen zur Unterstützung der Bürger seitens der Bundesregierung sagte ein Unternehmenssprecher: «Damit stehen wir nun vor der großen Aufgabe, die Entlastungen in einem sehr eng bemessenen Zeitraum ohne Verzug an unsere Kundinnen und Kunden weiterzugeben.» Gleiches gelte für die weiteren Entlastungsschritte wie Strom-, Fernwärme- und Gaspreisbremse. (hoe/dpa)

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