Die Zahl der deutschen Großstädte, in denen es Strom-Grundversorgungspreise unterhalb des Bremsenniveaus gibt, wird kleiner. So gab Energiekonzern Eon vergangene Woche bekannt, die Preise in Essen von derzeit 31 auf 49 Cent pro kWh (gerundete Werte) im Juni anzuheben.
Damit notieren mit Stuttgart und Düsseldorf nur noch zwei der zehn bevölkerungsreichsten Städte Deutschlands unter der 40-Cent-Marke. Bemerkenswert dabei: Die Stadtwerke Düsseldorf erhöhen zwar ebenso, aber erst im Juli und dann von 34 auf 38 Cent pro kWh. Mehrheitseigentümer der Düsseldorfer ist übrigens der EnBW-Konzern, der zugleich Strom-Grundversorger in Stuttgart ist. In der schwäbischen Metropole kostet der Strom in der Grundversorgung 37 Cent pro kWh.
55 Cent pro kWh in Köln, 52 Cent pro kWh in München
Strom-Grundversorger in Deutschlands größten Städten Berlin und Hamburg ist der schwedische Energieriese Vattenfall. Das Unternehmen hatte seine Grundversorgungspreise im Februar auf 41 beziehungsweise 42 Cent pro kWh hochgezogen – und damit auch knapp über die staatliche Bremse.
In München kostet die Kilowattstunde für grundversorgte Kunden seit April 52 Cent pro kWh. In Köln liegt der Preis seit Januar bei 55 Cent pro kWh. In Frankfurt sind es 50 und von Juni an 47 Cent pro kWh. Damit fehlen nur noch Dortmund (43 Cent pro kWh) und Leipzig (52 Cent pro kWh) im Reigen der zehn bevölkerungsreichsten Städte Deutschlands.
Spektrum von 28 bis 95 Cent pro kWh
Weiterhin ist das Preisspektrum in der Grundversorgung gewaltig. Nach Angaben des Dienstleisters Get AG wurden für diesen Monat Grundversorgungspreise von bis zu 95 Cent pro kWh aufgerufen. Auf der anderen Seite berechnen etwa die Stadtwerke Pfarrkirchen in Niederbayern grundversorgten Kunden nach wie vor lediglich 28 Cent pro kWh.
Insgesamt stieg laut Get AG der Grundversorgungs-Strompreis seit Jahresanfang im bundesweiten Durchschnitt von gerundet 53,0 auf 53,2 Cent pro kWh im April. Für die Berechnung wurde ein Jahresverbrauch von 3500 kWh angenommen. (aba)



