Setzen mit dem neuen Angebot "vonhierwechStrom" auf Energieerzeugungsanlagen in der Gütersloher Nachbarschaft: Natalie Waletzko und Thomas Primon von den Stadtwerken Gütersloh.

Setzen mit dem neuen Angebot "vonhierwechStrom" auf Energieerzeugungsanlagen in der Gütersloher Nachbarschaft: Natalie Waletzko und Thomas Primon von den Stadtwerken Gütersloh.

Bild: © Stadtwerke Gütersloh

Wer beim Strom Wert auf Regionalität, Transparenz und Qualitätssicherheit legt, kann in Gütersloh künftig auf ein nachhaltiges Produkt "aus der Nachbarschaft" setzen. Seit kurzem können alle Verbraucher im Stadt- und Kreisgebiet ihren Strom aus regenerativen Erzeugungsanlagen beziehen, die sich in höchstens 50 Kilometer Entfernung befinden, teilen die Stadtwerke Gütersloh mit.

Möglich mache dies der neue Tarif "vonhierwechStrom" des Kommunalversorgers. Auch in der Energieversorgung würden regional und nachhaltig erzeugte Produkte immer stärker nachgefragt, so Natalie Waletzko, Leiterin Vertriebsservice, Stadtwerke Gütersloh. Auf diese Entwicklung hat der Versorger mit dem neuen Tarif reagiert.

Persönlicher Strommix

Der "vonhierwechStrom" soll es Kunden ermöglichen, Strom aus der Region zu beziehen. Darüber hinaus können diese selbst wählen, welchen Strommix sie bevorzugen. So können Sonnenenergie, Windenergie oder Biomasse mit wenigen Klicks auf der digitalen Energieplattform zusammengestellt werden.

Für die Verbraucher stehe auf einer speziellen Internet-Plattform zum Beispiel Windstrom aus der Region zur Verfügung. Auch heimische Solarenergie und Strom aus einer Bielefelder Biogasanlage sind erhältlich, heißt es.

Geringe Mehrkosten

Jeder Kunde bestimmt individuell, welche Erzeugungsart er bevorzugt; eine, zwei oder einen Mix aus allen dreien. Die monatlichen Mehrkosten des Premium-Produktes seien marginal und in etwa mit dem Preis eines Cappuccinos vergleichbar, ist Waletzko überzeugt.

"Mit unserem neuen Angebot bieten wir Verbrauchern noch mehr Entscheidungsfreiheit, Regionalität und Transparenz bei ihrer Energieversorgung", betont Thomas Primon, Leiter Energiewirtschaft, Stadtwerke Gütersloh. Die Stromerzeugung soll so erlebbar werden und nicht mehr weit entfernt stattfinden. Schließlich könnten die einzelnen Anlagen vor Ort angeschaut werden.

Im Landkreis erhältlich

Im Laufe der nächsten Jahre sollen noch weitere Anlagen in das Portfolio aufgenommen werden. "Den Besitzern von heimischen Erzeugungsanlagen bieten wir ab sofort eine lukrative regionale Vermarktungsplattform, um ihre Energieerzeugnisse digital und einfach anzubieten. Für Anlagenbetreiber, deren Förderung bald ausläuft, ist das Modell "vonhierwechStrom" eine optimale Möglichkeit, funktionierende Anlage weiterhin zu nutzen", betont Waletzko.

Der "vonhierwechStrom"-Tarif ist laut den Stadtwerken durch den TÜV NORD zertifiziert und wird extern geprüft. Der Tarif ist über das Gütersloher Stadtgebiet hinaus auch im gesamten Kreis Gütersloh erhältlich, heißt es weiter. (jk)

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