In Zusammenarbeit mit dem Mieterstromspezialisten Alva Energie setzt Stromnetz Berlin bei Immobilien von Catena Real Estate Development ein PV-Mieterstromprojekt um. Dort kommen so genannte virtuelle Summenzähler zum Einsatz.
Es handelt sich dabei um das digitale Pendant zu einem physischen Stromzähler. Dieser Zähler erfasst kontinuierlich, wie viel Strom verbraucht ins Netz eingespeist wird.
Renditesteigerung und günstiger Strom
Bei dem PV-Mieterstromprojekt profitieren nicht nur die Mieterinnen und Mieter mit 10 Prozent günstigerem Strom im Vergleich zum Marktpreis, wirbt das Unternehmen. Gebäudeeigentümer und Immobilienunternehmen steigerten durch die Technologie den Wert ihrer Immobilien und erwirtschafteten eine Rendite von bis zu 15 Prozent.
Das Unternehmen Alva Energie mit Sitz in Berlin wurde Anfang 2024 von Cecil Croy und Alexis Cramm gegründet und beschäftigt aktuell 15 Mitarbeitende. Das Konzept läuft zunächst für über 40 Mieter in zwei Wohngebäuden der Catena Real Estate Development in Berlin Mitte. Sie beziehen günstigen Strom von den Solaranlagen auf den Dächern. Die Photovoltaikanlage mit 30 kW Leistung liefert Strom von den Bestandsgebäuden der Catena. Der dynamische Ökostromanbieter Rabot Charge übernimmt als Partner von Alva die Lieferung des Reststroms.
Virtueller Summenzähler bringt Vorteile
Im Mieterstromprojekt von Alva wurde ein virtueller Summenzähler als digitales Messkonzept installiert. Dabei wurden alle Zählpunkte der Liegenschaft mit intelligenten Messsystemen ausgestattet, so dass die PV-Produktion und die Verbräuche der Mieter viertelstündlich erfasst und digital bilanziert werden können, teilten die Projektpartner mit. Ein physischer Summenzähler sei somit nicht mehr notwendig. Solche Projekte seien der Startschuss für eine Veränderung hin zu virtuellen Summenzählerkonzepten und mehr Effizienz im deutschen Strommarkt.
"Der virtuelle Summenzähler bringt viele Vorteile aber auch einige Herausforderungen im Rahmen interner Prozesse mit sich. Durch Präzedenzfälle wie dem mit Alva Energie konnten wir diese jedoch meistern", erklärte Nancy Voigt von Stromnetz Berlin. (am)



