Der Strompreis für Großhandelskunden in Deutschland ist so deutlich nach oben gegangen, dass der Bundesverband der Energie-Abnehmer (VEA) bereits von einem "Preisschock für deutsche Unternehmen" spricht.
Nach VEA-Angaben liegt der Großhandelspreis im Schnitt bei 21,17 Cent pro kWh. Dies sei ein Anstieg von 31 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, heißt es.
Sorge um Konkurrenzfähigkeit
"Unserer Einschätzung nach wird es unter diesen Bedingungen speziell für die Unternehmen in Deutschland immer schwieriger, wettbewerbsfähig produzieren zu können, die sich auf lange Sicht keinen günstigen Stromtarif sichern konnten", kommentiert Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA.
Ein solcher Nachteil mindere nicht nur gegenüber den internationalen, sondern auch gegenüber nationalen Mitwettbewerbern die Konkurrenzfähigkeit am Markt.
"Größtmögliche Sensibilität"
Stuke erwartet von der Politik nun "größtmögliche Sensibilität und Zurückhaltung im Hinblick auf finanzielle Mehrbelastungen". Unternehmen hätten bereits mehr als genug Anreize, um möglichst energieeffizient zu produzieren.
"Erneute Steuererhöhungen oder weitere bürokratische Hürden wären in dieser Situation ein ganz falsches Signal. Hiervon können wir nur abraten." (aba)



