Der Dortmunder Strom- und Energieanbieter Stadtenergie setzt gezielt auf Bündelprodukte.

Der Dortmunder Strom- und Energieanbieter Stadtenergie setzt gezielt auf Bündelprodukte.

Screenshot: © Stadtenergie

Zehn Jahre nach Umstellung aller Tarife auf Ökostrom haben sich die Stadtwerke Emmendingen (Baden-Württemberg) eine besondere Kombination ausgedacht. Wer beim Kommunalunternehmen einen neuen Ökostrom-Vertrag schließt oder einen alten verlängert, erhält eine Prämie für den Kauf eines E-Bikes bei Lokalhändlern in Höhe von 50 Euro.

Eine Mischung, die gut funktionieren könnte. Das legt zumindest eine aktuelle, umfassende Bündelproduktstudie der Beratungsfirmen Kreutzer Consulting und Nordlight Research nahe.

E-Bike bei Hardware-Prämien beliebt

Demnach bevorzugten die befragten Energiekunden beispielsweise am ehesten ein E-Bike, wenn es um Hardware-Prämien ging. Beim Zuzahlungsmodell sei dagegen die Waschmaschine beliebt gewesen.

Ferner sollen Tarif-Bündelangebote wie Internet- und Festnetzverträge in Kombination mit einem Energievertrag eine vergleichsweise hohe Attraktivität haben.

Acht Produktbündel untersucht

Tarifbündelkunden zeigten ein hohes Commitment gegenüber ihrem Stromanbieter, heißt es. So seien 64 Prozent der Tarif-Bündelkunden recht sicher, dass sie auch in drei Jahren noch Kunden bei ihrem Anbieter sein würden.

Untersucht wurden acht Produktbündel (Smartphone, Tablet, Fernseher, Waschmaschine, Grill, E-Bike, Wallbox und Smart Home) sowie vier Tarifbündel (Festnetz- oder Internetvertrag, Mobilfunkvertrag, Pay-TV und Haushaltsschutzbrief).

Bundles: Hälfte skeptisch

Prinzipiell seien Bündelprodukte im Energiemarkt "keine Selbstläufer", sagt Klaus Kreutzer von Kreutzer Consulting. Deren Einsatz müsse gut vorbereitet und geplant werden.

Die Autoren fanden heraus, dass etwa die Hälfte der Energiekunden Bundles eher skeptisch sähen und wenig Interesse äußerten. Gleichfalls fänden es bis zu 27 Prozent der Befragten attraktiv, entsprechende Produkte oder auch Telekommunikationsdienstelistungen im Bündel vom Energieversorger zu beziehen.

5000 Energiekunden befragt

"Nur mit einer differenzierten Ansprache geeigneter Zielgruppen entfaltet sich eine positive Wirkung auf die Kundenbeziehung", führt Kreutzer aus. "Darüber hinaus muss sichergestellt sein, dass die Kunden das Bündelprodukt auch als solches wahrnehmen und den sich daraus ergebenden Vorteil erkennen."

Die Autoren befragten für ihre Studie 5000 Energiekunden. Darunter waren 1000 echte Bündelkunden.

177 Seiten inklusive Tabellenband

Untersucht wurden Anbieterpräferenzen und Verbraucherunterschiede etwa in Demographie, Öko-Orientierung oder Marken-Loyalität. Ferner wurden Kundenbindung und Loyalität durch die Messung von Beziehungsdauer, Commitment, Kündigungsabsicht sowie Weiterempfehlungsbereitschaft analysiert.

Die Studie umfasst 177 Seiten inklusive Tabellenband und ist bei den Beratungsfirmen bestellbar. (ab)

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