Der Frankfurter Energieversorger Süwag Energie hat auch im Corona-Jahr 2020 seinen Jahresüberschuss gesteigert. Am Ende standen 74,8 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Dabei verzeichnete die Süwag sowohl im Strom- als auch im Gasabsatz deutliche Einbußen. Der Energieversorger setzte 11 Prozent weniger Strom und 27 Prozent weniger Gas ab als 2019, wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht.
Auch Umsatz geht zurück
Das Unternehmen verweist dabei im Wesentlichen auf die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie und auf das vergleichsweise milde Wetter im vergangenen Jahr. Tatsächlich waren die Verluste vor allem im Business-to-Business-Geschäft groß.
Auch die Umsatzerlöse gingen auf 1,9 Milliarden Euro zurück — ein Minus von sechs Prozent.
Kundenzahl wächst
Gewachsen ist die Süwag-Kundenzahl und zwar um 33.000 auf insgesamt 810.000. Zudem besiegelte der Versorger acht neue Quartierkraftwerke und entschied insgesamt zwölf Konzessionsverfahren für sich.
Ferner übertrug die Süwag 2020 die Netze in der Region Ortenau-Mittelbaden an das Überlandwerk Mittelbaden, an dem sie sich im Gegenzug beteiligte. Die anderen Strom- und Gasnetze übertrug das Unternehmen auf seine Tochtergesellschaft Syna.
Dividende bleibt gleich
In den kommenden drei Jahren will die Süwag mehr als 400 Millionen Euro insbesondere in den Ausbau der Stromnetze und die Digitalisierung investieren. Dadurch will sie den Anschluss weiterer Rechenzentren und heimischer Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge ermöglichen.
Wie schon im vergangenen Jahr schüttet die Süwag eine Dividende von 1,10 Euro pro Aktie aus. Hauptprofiteur ist die Eon-Tochter Innogy Beteiligungsholding, die knapp 78 Prozent der Anteile am Unternehmen hält. Gut 22 Prozent entfallen auf kommunale Anteilseigner, darunter die Stadtwerke Frankfurt am Main. (ab)



