Das Führungsduo der Süwag: Die Vorstände Mike Schuler (links) und Markus Coenen.

Das Führungsduo der Süwag: Die Vorstände Mike Schuler (links) und Markus Coenen.

Bild: Süwag

Der Süwag-Vorstand zeigte sich auf der diesjährigen Hauptversammlung zufrieden: Die Eon-Tochter verzeichnet im Geschäftsjahr 2023 einen Bilanzgewinn in Höhe von 72 Mio. Euro (vgl. 52,8 Mio. Euro im Vorjahr). Die gute Ergebnislage schaffe Voraussetzung für weiteres Wachstum. Den Netzausbau in den kommenden fünf bis zehn Jahren werde man aus eigenen finanziellen Mitteln stammen können, erklärte Finanzvorstand Markus Coenen.

Mit dem Netzausbau ist das Unternehmen auch besonders gefragt, da das Netzgebiet in der Rhein-Main-Region für Rechenzentren besonders beliebt ist. „Mit den Anfragen sind unsere Kapazitäten bis 2030 ausgebucht“, so der Vorstand. Für einen weiteren Netzausbau müssten die vorgelagerten Übertragungsnetzbetreiber dann auch ihre Kapazitäten erhöhen.

Zum guten Ergebnis der Süwag hätten vor allem die sich rentierenden Investitionen ins Netz und das B2B-Geschäft beigetragen.

Bei B2B auf Kurs, Privatkundengeschäft erholt sich langsam

Der Geschäftskundenbereich habe sich gut entwickelt, die Süwag setzt hier seit geraumer Zeit auf kleine und mittlere Unternehmen als Kunden.

Mit weniger Großkunden und den Energiesparmaßnahmen ist der Energieabsatz um 8 Prozent zurückgegangen, aber: „Es sind neue Kunden hinzugekommen, die gerade die Beratung zu schätzen wissen“, sagte Coenen. „In Phasen, in denen die Preise stark steigen, zahlt sich Beratung gerade bei Industriekunden aus.“

Angesichts der volatilen Marktlage hätten Geschäftskunden verstärkt Spotmarktprodukte bzw. flexible Beschaffungsmodelle nachgefragt. Auch das Geschäftsfeld der Direktvermarktung mit Anlagenbetreibern von Erneuerbare-Energien-Anlagen wurde weiter ausgebaut.

„Im Vergleich zu anderen Energieversorgungsunternehmen, die sich aus dem Geschäftskundensegment teilweise zurückgezogen hatten, hat die Süwag die volatile Marktlage genutzt und werthaltige Verträge abschließen können. Diese unternehmerische Entscheidung hat sich im Geschäftsjahr 2023 bewährt“, erklärte Vertriebsvorstand Mike Schuler. (pfa)

"Wir sind dabei, wieder in die Aquasikanäle einzusteigen."

Das schwächelnde Privatkundengeschäft erhole sich. „In 2024 sind wir wieder dabei eine positive Trendwende zu erzielen und erfolgreich in die Aquisekanäle wiedereinzusteigen“, so Schuler.

Insgesamt musste die Süwag jedoch im Segment der Privat- und Gewerbekunden rückläufige Kundenzahlen verzeichnet.

Hier investiert die Süwag

Die Süwag-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2023 insgesamt rund 250 Mio. Euro investiert. „Den Schwerpunkt mit über 190 Millionen Euro bilden die Investitionen in den Ausbau, die Erneuerung und die Smartifizierung unserer Netze“, sagte Coenen.

„Die Syna, unsere Netztochter, befinde sich aktuell in der größten Wachstumsphase ihrer Geschichte. Bis 2028 werden wir in den Ausbau und die Digitalisierung unserer Netze rund eine Milliarde Euro investieren“, betonte Coenen weiter.

Die Stromverteilnetze seien das Rückgrat der Energiewende. Im vergangenen Jahr habe die Netztochter Syna rund 25.000 neue Anlagen ans Netz angeschlossen. Das Aufkommen verdreifachte sich somit gegenüber dem Vorjahr.

Mehr Dividende

Der Gewinn in 2023 ermögliche es mit 1,50 Euro je Stückaktie eine höhere Dividende als in Vorjahren an die Aktionäre auszuschütten. Die Dividendenzahlungen kommen auch den kommunalen Anteilseignern zugute, die rund 22 Prozent der Anteile an der Süwag Energie halten.

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