Die Graffiti-Künstler von Urban Arts haben die Fassade des Fernwärmestandorts in Hiesfeld im Auftrag der Fernwärmeversorgung Niederrhein neu gestaltet. "Das ist Kunst am Bau im 21. Jahrhundert", freut sich Wolfgang Kammann (Bild), der Leiter der externen Kommunikation der Stadtwerke Dinslaken. An diesem Standort  errichten die Stadtwerke Dinslaken nun ein neues, gasbetriebenes Blockheizkraftwerk.

Die Graffiti-Künstler von Urban Arts haben die Fassade des Fernwärmestandorts in Hiesfeld im Auftrag der Fernwärmeversorgung Niederrhein neu gestaltet. "Das ist Kunst am Bau im 21. Jahrhundert", freut sich Wolfgang Kammann (Bild), der Leiter der externen Kommunikation der Stadtwerke Dinslaken. An diesem Standort errichten die Stadtwerke Dinslaken nun ein neues, gasbetriebenes Blockheizkraftwerk.

Bild: © Stadtwerke Dinslaken

Blätter und Zweige, die Silhouette von Dinslaken und davor das Maskottchen der Stadtwerke Dinslaken (SWD) in Arbeitskleidung. Grün statt Grau lautet bei dem kommunalen Energieversorger vom Niederrhein die Devise für die Wände des Heizwerks in Dinslaken-Hiesfeld. Die Graffiti-Künstler von Urban Arts haben die Fassade des Gebäudes im Auftrag der Stadtwerke-Tochter Fernwärmeversorgung Niederrhein (FN) neu gestaltet. Hier wird nun ein neues, gasbetriebenes Blockheizkraftwerk (BHKW) errichtet. Strategisches Ziel der SWD ist es, den gesamten Wärmebedarf durch Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) auf Basis von Biomasse und Erdgas und auch über Anlagen zur Nutzung von Industrieabwärme bereitzustellen.

Mix aus grüner und fossiler Wärme und Abwärme

In den Sommermonaten wird die Fernwärme in Dinslaken nahezu zu 100 Prozent regenerativ im Biomasse-Heizkraftwerk und dem Biomethan-BHKW der Stadtwerke Dinslaken in Lohberg erzeugt. Im Winter und in den Übergangsmonaten reicht die Wärmeproduktion aus diesen Anlagen allerdings nicht aus, um den kompletten Bedarf zu decken. Deshalb muss Wärme aus weiteren Quellen in das Fernwärmeverbundnetz eingespeist werden. Die SWD setzen hier auf einen Mix aus regenerativer Wärme, fossiler KWK-Wärme aus Kohle sowie Industrieabwärme. Der im KWK-Prozess erzeugte Strom soll über die SWD in der Region vermarktet werden. Sprich: Strom und Wärme sollen dort erzeugt werden, wo der Bedarf vorhanden ist.

Deckung der Spitzenlast

Mit Hilfe des neuen BHKW soll nun die zukünftige Ausrichtung der Wärmeerzeugung vorangetrieben und die Versorgungssicherheit im Fernwärmeteilnetz von Dinslaken-Hiesfeld erhöht werden. Die Anlage soll künftig pro Jahr rund 6.000 Betriebsstunden laufen und 6000 MWh Strom und 7200 MWh Wärme erzeugen. Der Wert der installierten Leistung in Dinslaken-Hiesfeld steigt mit der Anlage von 18,6 auf 19,8 MW. Sie wird in den Wintermonaten häufig zur Deckung der Spitzenlast genutzt. Sowohl Fernwärme-, Gas- und Stromleitungen respektive -anschlüsse liegen an dem Standort in Hiesfeld bereits "ausreichend dimensioniert" vor, heißt es in der Pressemitteilung.

Altholz-Kraftwerk in Planung

Die Stadtwerke Dinslaken streben künftig eine annähernd CO2-neutrale Versorgung der Stadt an. Aktuell werden einige neue Erzeugungsprojekte vorangetrieben. Das neu gebaute Flex-BHKW ist laut Pressestelle bereits fertig, der Probebetrieb läuft. Beim vorgesehenen Altholz-Kraftwerk in Dinslaken läuft das Ausschreibungsverfahren, der Bebauungsplan ist ausgeschrieben. Die SWD hoffen, im kommendem Jahr mit dem Bau beginnen zu können. In der Planung ist auch ein Projekt zur Nutzung der Abwärme der Sinteranlage von Thysssen-Krupp im Duisburger Norden. Gleichzeitig versucht das Unternehmen, den Fernwärmeausbau in seinem Stammgebiet voranzutreiben, beispielsweise in Voerde und Friedrichsfeld. (hoe)

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