Einfach zur PV-Anlage auf dem Dach: Hausbesitzer senden Fotos vom Dach an den Kundenberater. In wenigen Minuten wird per KI die passende Solaranlage geplant. Anschließend kommt es zum Beratungsgespräch über ein Videotelefonat. Im dritten Schritt überprüft ein Monteur vor Ort, ob alle Maße stimmen.

Einfach zur PV-Anlage auf dem Dach: Hausbesitzer senden Fotos vom Dach an den Kundenberater. In wenigen Minuten wird per KI die passende Solaranlage geplant. Anschließend kommt es zum Beratungsgespräch über ein Videotelefonat. Im dritten Schritt überprüft ein Monteur vor Ort, ob alle Maße stimmen.

Bild: © tl6781/AdobeStock

Die Coronakrise hat der Digitalisierung bei den Stadtwerken Dreieich im Rhein-Main-Gebiet einen weiteren Schub gegeben. Man habe auf digitalen Prozessen aufbauen können, in deren Optimierung man seit Jahren investiert habe. „Das Virus hat aber auch bei uns wie ein Katalysator gewirkt, die Digitalisierung noch schneller voranzutreiben", zeigte sich Stadtwerke-Chef Steffen Arta im Vorwort des Geschäftsberichts überzeugt.

„Ich bin sicher, dass vieles, was die Pandemie forciert hat, bleiben wird. Dass sich etwa unsere Kunden auch künftig zunehmend über digitale Kanäle an uns wenden – auch wenn der starke Anstieg der digitalen Kontakte zunächst dem Schließen des Kundenzentrums geschuldet war“, so Arta weiter. Und auch die Flexibilität der Arbeitsmodelle werde man  nicht zurückdrehen. „So gesehen hat uns die Pandemie auf unserem Weg tatsächlich nachhaltig beschleunigt.“

Lichtcontracting als neues Angebot

Eines der zentralen Themen der Stadtwerke Dreieich sei nach wie vor die Energiewende. Hierzu entwickle man ständig weitere Produkte.  „Dazu zählen vor allem unsere Pachtangebote rund um Solarkraft und E-Ladepunkte sowie unsere Contracting-Pakete, die alle gut angenommen werden“, versichert Arta. Im vergangenen Jahr habe man diese Reihe durch ein neues Lichtcontracting erweitert. „In diese Richtung werden wir weitergehen.“

Trotz massiver, coronabedingter Rückgänge bei den ÖPNV-Nutzern und den Badegästen hat das Unternehmen im Geschäftsjahr 2020 das Betriebsergebnis unterm Strich sogar steigern können. Dazu trugen auch die Corona-Hilfspakete von Bund und Land bei. Das mehrheitlich kommunale Unternehmen konnte sein Betriebsergebnis um 0,33 Millionen Euro auf insgesamt 5,6 Millionen Euro steigern. Die Umsatzerlöse legten ebenfalls leicht zu auf 50,8 Mio. Euro (2019: 50,0 Mio. Euro). Während die Stromabgabe leicht anstieg auf 173,58 Mio. kWh, sank die Gasnachfrage auf 463,89 Mio. kWh.

Aus dem Ergebnis wurden eine Million Euro an die Minderheitsgesellschafterin Mainova – diese hält einen Anteil von 26, 25 Prozent – ausgeschüttet. Die Stadt-Holding Dreieich erhielt eine Dividende von 4,4 Mio. Euro. Für das laufende Geschäftsjahr planen die Stadtwerke Dreieich mit einem Ergebnis vor Gewinnabführung in Höhe von von 4,87 Millionen Euro. (hoe)

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